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Neue Akzente in derPädagogenausbildung

03.02.1999 - (idw) Universität Dortmund

Der "Dienst am Menschen" wird in der Gesellschaft immer wichtiger. 13 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten heute innerhalb der Gruppe der Sozial- und Erziehungsberufe - 1970 waren es lediglich 5 Prozent. Dennoch nimmt die Zahl arbeitsloser Erziehungswissenschaftler ständig zu. Mit diesem scheinbaren Widerspruch beschäftigen sich über 200 Referenten aus dem In- und Ausland bei der ersten professionspolitischen Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Am 10. und 11. Februar 1999, ab 11.00 Uhr, werden an der Universität Dortmund 1.000 Fachbesucher erwartet.

Zum ersten Mal liegt der Schwerpunkt einer erziehungswissenschaftlichen Konferenz auf der Arbeitsmarktsituation von Pädagogen. Experten setzen sich kritisch mit der veränderten Rolle der Erziehungswissenschaft auseinander und diskutieren die sich daraus ergebenden Konsequenzen auf die Ausbildung.

Parallel zur Konferenz findet der zweite Dortmunder-PädagogInnen-Dialog (DPD) statt. Der DPD ist ein Info-Treff mit Messecharakter und eine Jobbörse. Das Besondere an diesem Dialog: Die Arbeitgeber kommen zu den Studenten. Rund 40 Institutionen aus der Region stellen sich vor, darunter das Hochschulteam des Arbeitsamtes Dortmund, die Deutsche Angestellten-Akademie, die Caritas und die VHS. Studenten und Arbeitssuchende können hier mit potentiellen Arbeitgebern und Weiterbildungsinstituten Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen. In Workshops und Trainings können Interessierte lernen, wie man sich richtig bewirbt, im Internet bewegt und welche Perspektiven die Selbständigkeit bietet. Auch die Konrad Adenauer Stiftung und die Auslandsgesellschaft NRW informieren über die Arbeitsfelder für Pädagogen in ihren Institutionen.

Auf der Fach-Konferenz der DGfE ist der Reformbedarf in der Lehrerausbildung ein zentrales Thema. Eine Forderung lautet: angehende Lehrer sollen bereits im Studium unterrichten lernen. Sie sollen in Schulen und außerschulischen Einrichtungen praktische Erfahrungen sammeln. Diskutiert wird unter anderem die Vorlage der NRW-Expertenkommission zur Neustrukturierung dieses Studienganges.

Der Streit um die Kürzungen im Hochschulbereich steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Hochschule diskutieren über die Vorschläge, die Studienzeit zu verkürzen und die Zukunft der Erziehungswissenschaft in der Gesellschaft.

Wieviel Betreuung braucht unsere Gesellschaft? Wieviel verträgt sie? Sind wir etwa schon überbetreut? Diese Fragen stellt der Heidelberger Professor Dr. Micha Brumlik in seinem Referat "Grenzen und Entgrenzung der Pädagogik".

Wir laden Sie ein zu einem

Pressegespräch
"Professionspolitische Konferenz der DGfE und Dortmunder PädagogInnen-Dialog"
am 09. Februar um 11.00 Uhr
Universität Dortmund
Emil-Figge-Straße 50, Raum UH 300 / 301

Ihre Gesprächspartner werden sein:
- Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Uwe Otto, Bielefeld (Konferenzsprecher)
- Prof. Dr. Peter Vogel, Dortmund (Dortmunder PädagogInnen Dialog)
- Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Dortmund (Erziehungswissenschaftler im Beruf)
- Prof. Dr. Johannes Wildt, Dortmund (Reform der Lehrerausbildung)

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Peter Vogel: 0231 / 755-2183
Organisationsbüro: 0231 / 755-5785
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