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RUB eröffnet Cochlea-Implantat-Zentrum für Gehörlose

04.02.1999 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Mit der Eröffnung des Cochlea-Implantat-Zentrums Ruhrgebiet in der Ruhr-Universität Bochum (6. Februar, ab 9.30 h im Hörssal HMA 10) geht das Land NRW nun einen neuen Weg bei der Behandlung und Versorgung Gehörloser. Die dreijährige Rehabilitationsphase wird für die Patienten, zumeist Kinder, individuell gestaltet und begleitet; wohnortnah und somit dezentral sowie unter Einbeziehung der Eltern und Hörgeschädigten Schulen in unmittelbarer Wohnortnähe.

Bochum, 04.02.1999
Nr. 33

Cochlea Implantat, um (wieder) hören zu lernen
Die dezentrale Rehabilitation - ein Modell für NRW
Eröffnung des CI-Zentrums Ruhrgebiet


Kleine Helfer im Ohr: Cochlea-Implantate (CI) sind elektronische Innenohrprothesen, die es ermöglichen, auch ein völlig funktionsloses Innenohr zu aktivieren. Sie ersetzen das primäre Innenohrorgan (Cochlea), damit gehörlose Kinder oder Erwachsene akustische Reize wahrnehmen können. Mit der Eröffnung des Cochlea-Implantat-Zentrums Ruhrgebiet (6. Februar, ab 9.30 h im Hörssal HMA 10 der RUB) geht das Land NRW nun einen neuen Weg bei der Behandlung und Versorgung Gehörloser. Die dreijährige Rehabilitationsphase wird für die Patienten, zumeist Kinder, individuell gestaltet und begleitet; wohnortnah und somit dezentral sowie unter Einbeziehung der Eltern und Hörgeschädigten Schulen in unmittelbarer Wohnortnähe.

Kooperation wird großgeschrieben

Hierzu ist eine enge Kooperation zwischen Ärzten, Ingenieuren, Logopäden und Hörgeschädigtenpädagogen sowie Heilpädagogen und Psychologen notwendig. Das CI-Zentrum setzt verstärkt auf eine solch interdisziplinäre Zusammenarbeit: Es ist angegliedert an das Institut für Phoniatrie/Pädaudiologie und Kommunikationsstörungen der Vestischen Kinderklinik Datteln (Universität Witten/Herdecke) und kooperiert eng mit der Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der RUB (Leitung: Prof. Dr. Henning Hildmann) am St. Elisabeth-Hospital Bochum.

Termin

Die Eröffnung des Cochlea Implantat Zentrums Ruhrgebiet
findet statt am Samstag, 06. Februar 1999, um 9.30 Uhr,
in der Ruhr-Universität Bochum, Hörsaal HMA 10.
Die Medien sind herzlich willkommen.
Um Faxanmeldung wird gebeten; Fax: 02363/975289

Programm

9.30 Uhr: Begrüßung

Anschließend:

Prof. Dr. W. Andler, Datteln: "Das CI-Zentrum und die Vestische Kinderklinik Datteln"

Dr. A. Hildmann, Datteln: "Indikationsstellung für CI, eine multidisziplinäre Aufgabe"
Dr.-Ing. W. Döring, Aaachen: "Technisch-audiologische Aspekte des CIs"
Prof. Dr. H. Hildmann, Bochum: "Chirurgische Aspekte des CIs"
Pause
Dr. A. van Uden, Niederlande: "Lautspracherwerb und Reflektierende Muttersprach-Methode' im CI-Zeitalter"

Dr. H. Kühn-Inacker, Würzburg: "Individuelle Voraussetzungen für den Lautspracherwerb"

M. Holländer, Datteln: "Konzept und Praxis der Rehabilitation im CI-Zentrum Ruhrgebiet"

Moderation: Prof. Dr. F. Coninx

12.30 Uhr: Imbiß

Anschließend Posterpräsentation und Möglichkeit für persönliche Gespräche mit Mitarbeitern des CI-Zentrums

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Henning Hildmann, Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der RUB am St. Elisabeth-Hospital Bochum, Bleichstraße 15, 44787 Bochum, Tel.: 0234/612281, Fax: 0234/612279
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