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RUB-Kompaktkurs: "Schutz des Bodens vor Umweltschadstoffen"

08.02.1999 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Wie die Gifte im Boden nachhaltig verringert werden können, ist Ziel diesjährigen RUB-Kompaktkurs "Chemische Probleme auf dem Gebiet des Umweltschutzes" mit (Mittwoch und Donnerstag, 17./18. Februar 1999, Hörsaal HNC 10).

Bochum, 08.02.1999
Nr. 35

Weil Kinder unbemerkt am Cadmium lutschen ...
und der Gartensalat nach Quecksilber und PAK schmeckt
RUB-Kompaktkurs: "Schutz des Bodens vor Umweltschadstoffen"


Schwermetalle, wie Quecksilber und Cadmium, und organische Verbindungen, wie polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), reichern sich über lange Zeit an und belasten die Böden. Gefährdet sind dort spielende Kleinkinder, die natürlich sorglos an ihren schmutzigen Fingern lutschen, aber auch über Nahrungspflanzen können die Gifte in die menschliche Nahrungskette gelangen. Wie diese Gifte im Boden nachhaltig verringert werden können, ist Ziel diesjährigen RUB-Kompaktkurs "Chemische Probleme auf dem Gebiet des Umweltschutzes" mit (Mittwoch und Donnerstag, 17./18. Februar 1999, Hörsaal HNC 10). Unter der Leitung und Organisation von Dr. Peter Bruckmann (Landesumweltamt NRW und RUB) und Dr. Peter Zinn (Analytische Chemie, RUB) diskutieren Fachreferenten aus Wissenschaft und Verwaltung über das Schwerpunktthema "Schutz des Bodens vor Umweltschadstoffen". Ausgehend von den chemischen Grundlagen bis hin zur Deposition von Schadstoffen in Böden und den gesetzlichen Regulie-rungskonzepten zu Ihrer Begrenzung wird ein breites Themenspektrum behandelt.

Gäste und Medienvertreter sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen

Dr. Peter Zinn, Ruhr-Universität Bochum, Analytische Chemie, 44780 Bochum, Tel. 0234/700-4193, Fax: 0234/7094-420, Dr. Peter Bruckmann, Landesumweltamt NRW, Wallneyer Str. 6, 45133 Essen, Tel. 0201/7995-1257, Fax: 0201/7995-1446


Programm: Mittwoch, 17.02.1999

09.00 - 09.15 Uhr, Begrüßung, Einführung PROF. DR. M. MUHLER, Dekan der Fakultät für Chemie der Ruhr-Universität Bochum, und DR. P. BRUCKMANN Landesumweltamt NRW, Essen und Ruhr-Universität Bochum

09.15 -10.00 Uhr, DR. A. HEMBROCK-HEGER, Landesumweltamt NRW, Essen: Vorrangig relevante Stoffe und ihre Eintragspfade in den Boden Stoffliche Belastung der Böden, ursachenbezogene Differenzierung der Bodenbelastung, Herkunft der Stoffe und Vergleich verschiedener Eintragspfade

10.00 - 11.15 Uhr, DR. W. KÖNIG, Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft, Düsseldorf: Grundzüge des Bundes-Bodenschutzgesetzes und ihre Umsetzung durch untergesetzliche Regelwerke und Landesvorschriften

11.45 - 12.30 Uhr, DR. J. HAIDER, Landesumweltamt NRW, Essen: Strategien zur Untersuchung schadstoffbelasteter Böden, Generelle Vorgehensweise, Probenahmestrategien, Qualitätssicherung

13.45 - 14.30 Uhr, PROF. DR. M. WILHELM, Ruhr-Universität Bochum, Medizinische Fakultät, Institut für Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin, Methoden zur Risikoabschätzung von Bodenkontaminationen, Invitro- und Invivomodelle

14.30 - 15.30 Uhr, DR. TH. DELSCHEN, Landesumweltamt NRW, Essen: Wir-kungsbezogene Bewertung stofflicher Bodenbelastungen und Maßnahmen der Gefahrenabwehr, Aktuelle Bewertungskonzepte für die Wirkungspfade Boden/Mensch, Boden/ Pflanze, Boden/Grundwasser; Gefahrenabwehr durch Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen unterhalb von Sanierungsverfahren

16.00 -16.45 Uhr, DR. K. FURTMANN, Landesumweltamt NRW, Essen: Einsatzmöglichkeiten von Schnellanalytik bei der Untersuchung von Böden und Altablagerungen, Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von genormten Verfahren und von Schnellanalytik, Deponieeingangskontrolle

16.45 - 17.30 Uhr, R. REUPERT, Landesumweltamt NRW, Essen: Analytik organischer Verunreinigungen (PAH, PBSM) in Böden mit Hilfe der HPLC, Hochdruckflüssigchromatographie, Messung von polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und von Pflanzenbehandlungsmitteln


Programm: Donnerstag, 18.02.1999

09.00 - 09.45 Uhr, DR. A. BARRENSTEIN, Landesumweltamt NRW, Essen: Mobile Untersuchungen von Böden und Altlasten - Methodik und Fallbeispiele, Gefährdungsabschätzung von Altlasten, Grundwasser/Sickerwasseruntersuchun-gen, Vor-Ort-Analytik, kontinuierliche Head Space Gaschromatographie

09.45 - 10.30 Uhr, PROF. DR. B. MARSCHNER, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Geowissenschaften, AG Bodenkunde, Das Verhalten hydrophober organischer Stoffe im Boden, Sorption: Wechselwirkung mit verschiedenen Bodenbestandteilen und Bildung "nichtextrahierbarer Rückstände"; Abbau: spezialisierte Mikroorganismen und Einflußgrößen der Bioverfügbarkeit; Verlagerung: Wasserlöslichkeit, Lösungsvermittler, Sorption an Kolloide und Bodenwasserhaushalt

11.00- 11.45 Uhr, DR. V. THIELE, Landesumweltamt NRW, Essen: Nutzungsmöglichkeiten des Bodeninformationssystems (BIS NRW)

11.45 - 12.30 Uhr, DR. P. BRUCKMANN, Landesumweltamt NRW, Essen, und Ruhr-Universität Bochum: Schadstoffeinträge in den Boden aus der Luft (Deposition) und Regelungen des Immissionsschutzes zu seiner Begrenzung, Trockene und nasse Deposition, persistente Stoffe, Anreicherung von Schwermetallen, Depositionsgrenzwerte, Zusatzbelastungen durch Depositionen

13.45 - 14.30 Uhr, DR. U. NECKER, Landesumweltamt NRW, Essen: Schadstoffeinträge durch andere Belastungspfade und Vorsorgewerte nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz zur Begrenzung der Stoffeinträge in Böden, Zulässige zusätzliche Frachten für Schwermetalle, Vorsorgewerte für Schwer-metalle, PAK und PCB in Böden, Einträge durch Düngemittel, Reststoffe und Überschwemmungen

14.30 - 15.30 Uhr, PROF. DR. C. ZETZSCH, Ruhr-Universität Bochum und Fraunhofer Institut für Toxikologie und Aerosol-forschung, Hannover: Stoffkreisläufe schwerabbaubarer organischer Schadstoffe (POPs) in den Umweltkompartimenten Atmosphärischer Ferntransport, globale und regionale Verteilung, Transformation, Verteilung Partikel/Gasphase und zwischen den Kompartimenten, Modellierung

15.30 - 16.30 Uhr, Abschlußdiskussion: Die Vortragenden des Tages

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