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Studenten spekulieren an der Börse

09.02.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Studierende der Universität Münster erhielten von den Sparkassen des Münsterlandes ein Startkapital von 100.000 Mark, um damit an der Börse zu spekulieren. Der Anlageerfolg in Höhe von fast 14.000 Mark geht an eine Stiftung.


Die erfolgreichen Teilnehmer beim Börsen-Semilnar der Universität Münster Für 34 Studierende an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster gehörten im Wintersemester die Börsenkurse in der Tageszeitung zur morgendlichen Pflichtlektüre, waren Dax und Dow-Jones bevorzugte Gesprächsthemen in der Mensa. Die Studierenden beteiligten sich an einem Wertpapiermanagement-Seminar des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzierung, bei dem es nicht nur um theoretische Modelle und Instrumente der Geldanlage sondern auch um die Erprobung und Anwendung des gewonnenen Wissens an der Börse ging. Die praktischen Erfahrungen mit Geldanlagen unter den realen Bedingungen des Kapitalmarkts ermöglichte die Arbeitsgemeinschaft der Sparkassen im Münsterland sowie der Westfälisch-Lippische Sparkassen- und Giroverband, die dem Seminar ein Startkapital in Höhe von 100.000 Mark zur Verfügung stellten.

Aufgeteilt in fünf Gruppen mit phantasievollen Namen wie "Spekulatius", "Cool Casch Company" und "Kostolany's Jünger" hatten die Seminarteilnehmer das Ziel, auf der Basis indiduell aufgestellter Anlagestrategien das Startkapital bestmöglich zu managen. Im Rahmen des theoretischen Seminarteils unter Leitung von Diplom-Kaufmann Dirk Thiel hielten und diskutierten die Studierenden Referate zu 20 verschiedenen Themen aus dem Bereich des Wertpapiermanagements. In wöchentlichen Seminartreffen wurden darüber hinaus Anlageempfehlungen vorgestellt und das aktuelle Börsengeschehen diskutiert. Jede Gruppe entwickelte für das von ihr eigenverantwortlich zu disponierende Startkapital in Höhe von 20.000 Mark eine Anlagestrategie, auf deren Basis dann Käufe und Verkäufe getätigt wurden. Auch die Anlagestrategien mußten schriftlich begründet und im Seminar erläutert werden.

Der Gesamterfolg kann sich durchaus sehen lassen: Nach einem zwischenzeitlichen Tief Mitte Dezember vergrößerte sich das Startkapital durch geschickte Anlagestrategien der Gruppen bis zum Ende des Wintersemesters um fast 14 Prozent auf zuletzt 113.923 Mark. Der Gewinn landet allerdings nicht in den Taschen der Studierenden sondern kommt der Arbeit der "Eberle- Butschkau-Stiftung" zugute, einer Einrichtung der Sparkassenorganisation zur Förderung des akademischen Nachwuchses.

Wenn die Studierenden auch den erwirtschafteten Anlageerfolg nicht selbst behalten durften, gelohnt hat sich die engagierte Teilnahme am Wertpapiermanagement-Seminar der Universität Universität Münster auf jeden Fall. Die erfolgreichsten Gruppen, aber auch die besten Referate wurden zum Seminarende bei einer Abschlußveranstaltung in den Räumen der Sparkasse Steinfurt von Sparkassendirektor Heinz-Bernd Buss sowie Seminarleiter Dirk Thiel mit Sachpreisen ausgezeichnet.
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