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Dr. Andreas Weller zum Professor für Petrophysik und Bohrlochmessungen ernannt

10.02.1999 - (idw) Technische Universität Clausthal

Dr. Andreas Weller wurde zum Professor für Petrophysik und Bohrlochmessungen am Institut für Geophysik der TU Clausthal ernannt. Sein Lebensweg in Kürze: Studium von 1977 - 84 an der Bergakademie Freiberg. Promotion 1984 ("Berechnung geoelektrischer Potentialfelder mit dem Differenzenverfahren"), 1991 Habilitation ("Geoelektrische Sondierungen - direkte und inverse Aufgabe"), 1992 - 1997 Heisenbergstipendiat am Institut für Geophysik und Meteorologie der TU Braunschweig, seit Sommersemester 1997 Vertretung der Professur für Petrophysik am Institut für Geophysik der TU Clausthal.

Der Rektor der TU Clausthal, Professor Dr.-Ing. Peter Dietz, ernannte Dr. Andreas Weller zum Professor für Petrophysik und Bohrlochmessungen. Professor Dr. Weller ist in Altenberg im Erzgebirge aufgewachsen und interessiert sich von Kindheitstagen an für den Bergbau und die Geologie. Mathematik und Naturwissenschaften waren seine Lieblingsfächer in der Schule. Sein Abitur legte er in einer Klasse für Hochbegabte an der Martin-Luther-Universität in Halle ab. Im September 1977 nahm er das Studium der Geophysik an der Bergakademie Freiberg auf. Andreas Weller vertiefte sich insbesondere in das Gebiet der Bohrlochmessungen, eine von ihm mit entwickelte Sonde wurde in der DDR und in anderen Ländern patentiert. 1984 promovierte Andreas Weller und ging anschließend für drei Monate an das renommierte Gubkin-Institut in Moskau, sammelte Erfahrungen bei der Anwendung seismischer und elektromagnetischer Erkundungsverfahren.
1985 ging Dr. Weller zur VEB Geophysik Leipzig, wo er sich zunächst mit der Bearbeitung und Deutung bohrlochseismischer Messungen beschäftigte. Seine Forschungsgruppe in diesem Unternehmen entwickelte eine Software mit deren Hilfe bestimmte geophysikalische Messungen ( Offsetvertikalprofilierungen) rechnergestützt ausgewertet werden konnten. Seit Februar 1987 widmete er sich neben seiner beruflichen Tätigkeit noch intensiver der Grundlagenforschung, als Habilitand an der Bergakademie Freiberg. Weitere Stationen: 1991 Habilitation, 1992 bis 1997 Heisenbergstipendiat am Institut für Meteorologie der Technischen Universität Braunschweig. Der Forschungsschwerpunkt seiner Arbeitsgruppe lag in der Anwendung geoelektrischer und elektromagnetischer Erkundungsverfahren für umweltrelevante und hydrogeologische Fragestellungen. Im März 1995 nahm Dr. Weller geophysikalische Untersuchungen an Hochwasserschutzdeichen in Vietnam vor. Seit dem Sommersemester 1997 übernahm er die Vertretung der Professorenstelle für Petrophysik am Institut für Geophysik der TU Clausthal. Professor Dr. Weller wird neben intensiver Forschung auch die Lehre um neue kreative Ideen bereichern. So führte er bereits im September 1997 eine Exkursion Braunschweiger und Clausthaler Geophysikstudenten zur antiken römischen Stadt Aizanoi in der Türkei durch, und in diesem Jahr soll es nach Rom gehen. Erste Resultate: Anomalien in der Magnetik weisen die Archäologen auf weitere mögliche verschwundene Siedlungsplätze aus der Bronzezeit hin.

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