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Die Griechen und ihre Nachbarn

16.02.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Deutsche und russische Wissenschaftler planen eine gemeinsame Grabungsaktion auf der südrussischens Halbinsel Taman. Erforscht werden die wechselseitigen kulturellen Beeinflussungen zwischen Griechen und ihren Nachbarn am nördlichen Schwarzmeer.

Das Forschungsprojekt "Die Griechen und ihre Nachbarn" der Universität Münster ist vom Institut für Geschichte der materiellen Kultur der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg eingeladen worden, die bereits bestehenden wissenschaftlichen Kontakte durch eine gemeinsame Grabung im südlichen Rußland zu vertiefen.

Das Angebot eröffnet dem münsterschen Projekt die Möglichkeit, auch in der archäologischen Feldforschung tätig zu werden und dient gleichzeitig der internationalen Zusammenarbeit zwischen russischen und deutschen Wissenschaftlern. Ziel ist die Erforschung der Geschichte und der wechselseitigen kulturellen Beeinflussung der Griechen einerseits und der Maioten/Sinder und Skythen/Sarmaten andererseits. Die zur Grabung vorgesehene Region liegt auf der Halbinsel Taman', die bereits in der Antike als das am stärksten von der griechischen Kultur beeinflußte Gebiet am nördlichen Schwarzmeer galt und deshalb für den gewählten Forschungsansatz von besonderer Bedeutung ist.

Im September des vergangenen Jahres waren Mitglieder des münsterschen Forschungsprojekts eingeladen, das zukünftige Grabungsgebiet zu besuchen und das Tätigkeitsfeld vor Ort festzulegen. Über diesen Besuch der Taman'-Halbinsel und über den aktuellen Stand des Grabungsvorhaben informiert eine Vortragsveranstaltung am Freitag, 19. Februar 1999, ab 17 Uhr im Hörsaal F6 des Fürstenberghauses am münsterschen Domplatz 20-22. Zunächst stellt J. Gebauer die topographische Situation vor. Prof. Dr. Dieter Metzler berichtet über Forschungen und Reisen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Nach einer Pause gibt F. Jünger einen geschichtlichen Überblick, bevor Jochen Fornasier ausgwählte Denkmäler der Sindike vorstellt. Zum Schluß zeigt Prof. Dr. Klaus Stähler Perspektiven des russisch-deutschen Grabungsprojektes auf.
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