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Staatslenker sprechen in der Universität Freiburg

22.02.1999 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Bundespräsident Herzog und der polnische Präsident
Kwasniewski sprechen über die "Demokratische Legitima-tion in Europa, in den Nationalstaaten, in den Regionen"

Rektorat und Frankreich-Zentrum laden Wissenschaftler und
Politiker ein zum Symposium am 28. April 1999

19.02.1999

Staatslenker sprechen in der Universität Freiburg:

Bundespräsident Herzog und der polnische Präsident
Kwasniewski sprechen über die "Demokratische Legitima-tion in Europa, in den Nationalstaaten, in den Regionen"

Rektorat und Frankreich-Zentrum laden Wissenschaftler und
Politiker ein zum Symposium am 28. April 1999


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Die Teilnehmer
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Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wird am 28. April 1999 ganz im Zeichen von hochrangigen europäischen Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft stehen: Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Jäger, erwartet den Bundespräsidenten, Prof. Dr. Roman Herzog, den Präsidenten der Republik Polen, Herrn Aleksander Kwasniewski, und den Präsidenten der autonomen Region Katalonien, Herrn Jordi Pujol, zu einem wissenschaftlichen Symposium mit dem Thema "Demokratische Legitimation in Europa, in den Nationalstaaten, in den Regionen" von 10.45 Uhr bis 17.30 Uhr im Auditorium Maximum.
Außerdem haben international herausragende Persönlichkeiten ihre Teilnahme zugesagt: Daniel Barbu, Universität Bukarest, Prof. Dr. Thomas
Fleiner, Universität Fribourg, und György Konrád, Präsident der Akademie der Künste, Berlin.
Der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Frankreich-Zentrums, Dr. Klaus Mangold, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler Services (debis) AG, Berlin, und Mitglied des Vorstands der DaimlerChrysler AG, Stuttgart, wird das Symposium zusammen mit Rektor Jäger einleiten.

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Das Thema
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Das vom Rektorat und Frankreich-Zentrum der Universität gemeinsam veranstaltete Symposium befaßt sich mit den Umwälzungen in Europa seit dem großen Umbruch im Jahr 1989. In Europa ist eine komplexe Gemengelage entstanden, die gleichzeitig durch Integrations- und Desintegrationsprozesse geprägt ist. In Osteuropa implodierte das sowjetische Imperium; alte Nationalstaaten fanden zu ihrer Selbstbestimmung zurück.

Nachdem Europa während Jahrhunderten durch den Konflikt zwischen den Nationalstaaten geprägt war, der im Zweiten Weltkrieg seine fatalste Form fand, konnte eine vernünftige Antwort nur in der Einigung der Völker bestehen. Der Prozeß der Einigung wurde über das Instrument der Wirtschaft in Gang gesetzt. Der Vereinheitlichung des Marktes folgt nun die Vereinheitlichung der Währung mit der Einführung des Euro. Die ökonomische und monetäre Einigung stellt zweifellos einen zentralen Beitrag zur Entstehung eines starken europäischen Wirtschaftsraumes dar. Dabei wird von der Hoffnung ausgegangen, der wirtschaftliche Einigungsprozeß löse auch eine Dynamik in Richtung politische Einheit aus.
Wir werden Zeugen des geschichtlich einmaligen Vorganges, daß Nationalstaaten freiwillig Teile ihrer nationalen Souveränität an supranationale Organe abgeben. Viele Europäer fühlen sich andererseits durch die Beschleunigung des Integrationsprozesses überfordert. Der Ruf nach parlamentarischer Legitimation wird stärker.

Der Nationalstaat nimmt nicht nur in den klassischen Europa-Nationen Frankreich und England, sondern ebenfalls in den skandinavischen Ländern und auch in Deutschland einen herausragenden Platz im Denken und Fühlen der Menschen ein. An der Vision von 'Vereinigten Staaten Europas' wird dabei selbst von überzeugten Europäern nicht mehr festgehalten. Ein völlig neues Organisationsmodell ist im Entstehen begriffen,' ein "Europa der Nationalstaaten". Es setzt sich dabei die Erkenntnis durch, daß Nationalstaat nicht mit Nationalismus gleichzusetzen ist. Wenn heute im Zeitalter der globalen Vernetzung Nationalstaaten allein die Aufgabe als Überlebenseinheit nicht mehr wahrnehmen können, so gibt es andererseits unterhalb der Ebene des Nationalstaates regionale Einheiten, die an Bedeutung gewinnen.

Beim Symposium "Demokratische Legitimation in Europa, in den Nationalstaaten, in den Regionen" werden Bundespräsident Herzog und Präsident Kwasniewski wegweisende Vorträge zur angesprochenen Thematik halten. Politische Persönlichkeiten und Wissenschaftler werden aus ihrer jeweiligen Sicht dazu Stellung beziehen und so einen Dialog stiften, der neue Perspektiven für die Zukunft Europas aufzeigen soll.

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