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Internet: Sinnvoller und günstiger Baustein im Hochschulmarketing

22.02.1999 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Das Internet eignet sich hervorragend als Instrument des Hochschulmarketings. Dies zeigte der erste virtuelle Tag der offenen Tür, den die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt der Katholischen Universität Eichstätt (KUE) besonders für Abiturienten organisiert hatte.

Etwa 1.200 Interessenten haben am ersten Virtuellen Tag der offenen Tür via Internt teilgenommen und sich über die Studienmöglichkeiten an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Ingolstadt an der KUE informiert. Wie an einem realen Tag der offenen Tür konnten Fakultät und Studienort über das Internet kennengelernt werden: Das Angebot reichte vom virtuellen Rundgang per Video über Downloadmöglichkeiten von Imagebroschüre und Informations- und Bewerbungsunterlagen bis zum Chat mit Professoren und Studierenden.

Organisiert und programmiert wurde der virtuelle Tag der offenen Tür von Studierenden, die sich mit ihren Professoren das Marketing für ihre Fakultät auf die Fahnen geschrieben haben. "Da wir aus der Zentralen Vergabe für Studienplätze (ZVS) ausgestiegen sind und unsere Studierenden selbst aussuchen, müssen wir aktiv Marketing betreiben, um motivierte Studentinnen und Studenten zu gewinnen", erklärt Dekan Prof. Helmut Fischer. So entstand die Idee, neben dem normalen Tag der offenen Tür und der direkten Ansprache von Schulen das Internet als Baustein des Hochschulmarketings zu nutzen.

Die Auswertung der Zugriffsstatistik förderte auch Überraschungen zutage: "Etwa jeder zehnte Interessent kam aus dem Ausland, jeder fünfte von einer anderen Universität - es gibt also offensichtlich für uns eine eigene Zielgruppe potentieller Hochschulwechsler", so Christoph Grimpe, der zusammen mit seinen Kommilitonen Timm Barlet und Oliver Vogt das Angebot programmiert hatte. Ein wirklich ernsthaftes Interesse am BWL-Studium an der Katholischen Universität Eichstätt kann etwa 360 Gästen der Internet-Site unterstellt werden; sie stellten ihre Fragen in den verschiedenen Chatrooms, zusätzlich wurden etwa 200 mal Informationsmaterialen der Fakultät heruntergeladen.

Für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt (WFI) ist die Bilanz der Aktion durchweg positiv: Durch das ehrenamtliche Engagement der Studierenden entstanden für den Virtuellen Tag der offenen Tür praktisch keine Kosten, außerdem konnten offensichtlich neue Zielgruppen erschlossen werden. Teile der Präsentation werden künftig dauerhaft ins Internetangebot der Fakultät (www.ku-eichstaett.de/WWF) übernommen, außerdem wird derzeit eine CD-Rom erstellt, die künftig für Interessenten bereitgehalten wird.


Hintergrund:

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt (WFI) ist die jüngste von acht Fakultäten der Katholischen Universität Eichstätt. Die Fakultät wurde 1989 gegründet und bildet in privater Trägerschaft, ohne Erhebung von Studiengebühren und in voller staatlicher Anerkennung ihrer Abschlüsse, Studierende im Studiengang Betriebswirtschaftslehre zum Diplomkaufmann/-frau aus. Heute betreuen etwa 70 Professoren, Dozenten und Assistenten an 17 Lehrstühlen rund 750 Studierende. Charakteristisch ist dabei eine individuelle Ausbildung in kleinen Gruppen, die Vermittlung von Sozialkompetenz sowie ein praxisorientiertes, international ausgerichtetes und wissenschaftlich fundiertes Studium.


Die Katholische Universität Eichstätt wurde 1980 errichtet, ist die kleinste Universität Deutschlands und die einzige Katholische Universität im deutschen Sprachraum. Ihr Träger ist eine kirchliche Stiftung des Öffentlichen Rechts, die von den bayerischen Bischöfen errichtet wurde. Gegenüber den staatlichen Hochschulen ist die Katholische Universität Eichstätt gleichgestellt und besitzt in den wissenschaftlichen Fachbereichen das Promotions- und Habilitationsrecht. An den acht Fakultäten der Hochschule studieren derzeit etwa 4.050 Studenten, der Anteil ausländischer Studenten ist dabei mit etwa sieben Prozent vergleichsweise hoch.
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