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Hirntumore

22.02.1999 - (idw) Universitätsklinikum Tübingen

Hirntumore
Tagung zur Therapieabstimmung und neuen Behandlungsformen am 12.3.99 am Uniklinikum Tübingen

Die Behandlung von Hirntumoren gehört zu den Schwerpunkten der klinischen Forschung am Universitätsklinikum Tübingen und erfolgt gemeinsam durch die Abteilungen für Neurochirurgie, Strahlentherapie und durch die Neurologische Klinik. Am 12. März 99 veranstaltet die Neuro-Onkologische Arbeitsgemeinschaft (NOA) der Deutschen Krebsgesellschaft in Tübingen ihre erste Tagung zur "Biologie und Therapie des Glioblastoms".

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen hirneigenen Tumore. Pro Jahr erkranken etwa 3 000 Menschen in Deutschland an einem Glioblastom. Der Tumor kann in jedem Lebensalter auftreten, besonders häufig in der fünften Lebensdekade. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.
Die Ursachen für die Entstehung von Hirntumoren sind nicht bekannt. Erste Anzeichen eines Hirntumors können epileptische Anfälle, Lähmungserscheinungen oder Veränderungen der Persönlichkeit sein. Kopfschmerzen treten eher selten auf. Die Behandlung der Glioblastome ist sehr schwierig und oft wenig erfolgreich.
Die NOA-Tagung in Tübingen soll dazu dienen, Therapiestandards zu entwickeln und neuere Entwicklungen in der Therapie der Glioblastome zu erörtern. Zu diesen Therapien zählen neben neuen medikamentösen Therapien auch Immuntherapie und Gentherapie. Ein spezieller Programmteil wird sich der Behandlung von Glioblastomen im Kindesalter widmen. Schließlich wird auch die Beeinflussung der Lebensqualität betroffener Patienten durch die Therapie ein zentrales Thema der Tagung sein.

Ansprechpartner für nähere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen
Radiologische Klinik, Abt. für Strahlentherapie
Prof. Dr. Michael Bamberg
Tel. 0 70 71/29-8 21 65, Fax: 0 70 71/29-58 94
E-mail: michael.bamberg@uni-tuebingen.de

Neurologische Klinik
PD Dr. Michael Weller
Tel. 0 70 71 / 29-8 65 29, Fax 0 70 71 / 29-65 07
E-mail: michael.weller@uni-tuebingen.de

Für die NOA
PD Dr. Martin Schabet
Neurologische Klinik im Klinikum Ludwigsburg
Tel.: 0 71 41/99 71 80, Fax 0 71 41/99 74 64


Anlage: Programm

1. NOA-Tagung am 12. 3. 1999
Biologie und Therapie des Glioblastoms

Großer Hörsaal der Medizinischen Klinik
Otfried-Müller-Straße, 72076 Tübingen

Wissenschaftliches Programm

Neuropathologie

8.30 Konventionelle Histologie und Prognose Mennel, Marburg
8.45 Molekularbiologische Befunde und Prognose Reifenberger, Bonn
9.00 Diskussion Wiestler, Bonn

Neurochirurgie

9.45 Stereotaktische Biopsie statt Resektion Warnke, Freiburg
10.00 Resektion statt stereotaktische Biopsie Albert, Osnabrück
10.15 Diskussion Schackert, Dresden

Strahlentherapie

10.30 Standards der Strahlentherapie Engenhart-Cabillic , Marburg
10.45 Experimentelle Strahlentherapie Becker, Tübingen
11.00 Diskussion Bamberg, Tübingen

Chemotherapie


11.15 Standards der Chemotherapie Schabet , Ludwigsburg
11.30 Experimentelle Chemotherapie Weller , Tübingen
11.45 Diskussion Krauseneck, Bamberg

Kindliche Glioblastome

13.00 Therapiestandards bei Kindern Kühl, Würzburg
13.15 Experimentelle Therapie bei Kindern Gnekow, Augsburg
13.30 Diskussion Goebel, Düsseldorf

Immun- u. Gentherapie

13.45 Gentherapeutische Ansätze Westphal, Hamburg
14.00 Immuntherapeutische Ansätze Jung , München
14.15 Diskussion Tonn, Würzburg

Lebensqualität

15.00 Lebensqualität von Glioblastompatienten Schlegel, Bonn
15.15 Supportive Therapie Müller, Kreischa
15.30 Diskussion Dichgans, Tübingen
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