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Hexenverfolgung und Gerichtspraxis

23.02.1999 - (idw) Universität Trier

In der Zeit vom 25. bis 27. Februar 1999 findet in der Tagungsstätte Alte Synagoge in Wittlich ein Internationales Kolloquium zur Hexenverfolgung in der frühen Neuzeit statt. Veranstalter ist das Forschungsprojekt Zauberei- und Hexenprozesse im Maas-Rhein-Moselraum, 15. - 17. Jahrhundert, unter besonderer Berücksichtigung räumlicher Aspekte im Sonderforschungsbereich 235 an der Universität Trier unter Leitung von Prof. Dr. Franz Irsigler und Dr. Gunther Franz.

18 Referenten aus den USA, England, Belgien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland werden aus verschiedenen Blickwinkeln den Zusammenhängen zwischen Hexenverfolgung und Gerichtspraxis nachgehen. Thematisiert werden unter anderem die Hexenverfolgung durch besondere Ausschüsse, die unterschiedliche Rolle der Gerichte auf lokaler und zentraler Ebene in Lothringen, Flandern, Brabant, Holland, Süddeutschland und Österreich sowie die Haltung der römischen Inquisition.

Die Tagung, die auch von der Stiftung Stadt Wittlich unterstützt wird, beginnt am Donnerstag, 25. Februar, um 14.00 Uhr und endet am Samstag, 27. Februar, um 12.00 Uhr. Alle Vorträge sind öffentlich; eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Gäste sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen:
Telefon: (06 51) 2 01-33 22/-33 37
Telefax: (06 51) 2 01-32 93
Internationales Kolloquium
Hexenprozesse und Gerichtspraxis

25. bis 27. Februar 1999
Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, Wittlich

Universität Trier * Sonderforschungsbereich 235
Teilprojekt A5: Zauberei- und Hexenprozesse
Leitung: Gunther Franz und Franz Irsigler

Programm

Donnerstag 25. Februar 1999

14.00 - 16.00 Begrüßung

Franz IRSIGLER:
Einführung in die Thematik

Rita VOLTMER:
Ausschüsse, Monopole, Formalkläger: Die Vorbereitung und Einleitung von Hexenprozessen im Trierer und Luxemburger Land

Boris FUGE:
"Le roi des sorciers". Der Prozess gegen den Bitburger Schöffen Johann Schweistal

16.00 - 16.30 Pause

16.30 - 18.00 Christine PETRY:
Die Hexenprozesse des "Parlement de Metz" - Paradigma einer Gerichtspraxis zwischen lokaler Tradition und Anpassung an das Königreich Frankreich

Ulrich SEIBERT:
Institutionelle Rahmenbedingungen der Hexenverfolgung im Fürstbistum Lüttich

18.00 - 18.30 Pause

18.30 Wolfgang SCHILD:
Der Endliche Rechtstag als Theater des Rechts

Freitag, 26. Februar 1999

9.00 - 10.30 Elisabeth BIESEL:
Hexerei und andere Verbrechen. Gerichtspraxis in Toul

Robin BRIGGS:
Bending the Rules: local justice and central control in Lorraine

10.30 - 11.00 Pause

11.00 - 12.30 Jos MONBALLYU:
Die Hexenprozesse in der Grafschaft Flandern und der flämische Provinzialjustizrat

Hans DE WAARDT:
Verlöschen und Entfachen der Scheiterhaufen. Holland und Brabant in den 1590er Jahren
12.30 - 14.00 Mittagspause

14.00 - 16.00 Heide DIENST:
Zur Urteilsbegründung in Zaubereiprozessen aus österreichischen Ländern

Martin SCHEUTZ:
"solle Gott die ehre geben." Zur Wertung von Zeugenaussagen vor Gericht in Kriminal- und Magieprozessen in Österreich

Gerald MÜLLEDER:
Unterschiedliche Deliktvorstellungen bei Ober- und Unterbehörden. Zur Verbreitung dämonologischer Vorstellungen während der Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse (1677 - 1679)

16.00 - 16.30 Pause

16.30 - 18.00 Alison ROWLANDS:
Eine Abwesenheit des "Hexenwahns": Hexenprozesse, Gerichtspraxis und Herrschaft im frühneuzeitlichen Rothenburg ob der Tauber

Johannes DILLINGER:

Das magische Gericht - Gerichte im Spannungsfeld zwischen Magie und Recht

Samstag, 27. Februar 1999

9.00 - 10.30 Peter OESTMANN:
Die Rechtsprechung des Reichskammergerichts zum Hexenprozess und ihre Resonanz

Thomas ROBISHEAUX:
Zur Rezeption Benedikt Carpzovs im 17. Jahrhundert

10.30 - 11.00 Pause

11.00 - 12.00 Rainer DECKER:
Gerichtsorganisation und Hexenprozess der römischen Inquisition im 17. Jahrhundert

Schlussdiskussion

UNIVERSITÄT TRIER
PRESSEMITTEILUNG
Herausgegeben von der Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
54286 Trier
Telefon: 06 51/2 01-42 39
Fax: 06 51/2 01-42 47

37/1999 18. Februar 1999
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