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Schülerinformationstag: Einladung zum Studium mit Knalleffekten

25.02.1999 - (idw) Universität Dortmund

An die 800 Schülerinnen und Schüler erkundeten am 24. Februar 1999 die Universität Dortmund. Dabei nahmen sie vor allem den Fachbereich Chemie unter die Lupe, der sie zu einem Schülerinformationstag eingeladen hatte. Höhepunkt war ein wahres Zauberwerk für den potentiellen akademischen Nachwuchs: Im Experimentalvortrag "Kettenreaktionen - Reaktionsketten" von Prof. Dr. Hans-Lothar Keller ging es nicht in erster Linie um die reine Demonstration chemischer Reaktionsabläufe, sondern darum, den Spaß an der Chemie an die Zuhörerschar weiterzugeben.

Daß der Funke übersprang lag nicht zuletzt an den aufwendigen Experimenten, bei denen es in Reagenzgläsern blitzte und spritzte, wässerige Lösungen geradezu "magisch" ihre Farbe von Grün zu Rot zu Gelb wechselten und viel Schwefel und Phosphor verbrannten bis der Raum vom Geruch eines Sylvesterfeuerwerks erfüllt war. Prof. Dr. Keller endete seine Experimental-Show, die seinen Worten nach "so nur alle fünf Jahre zu sehen ist", mit der donnernden Explosion eines Knallgas-Ballons. Das interessierte Publikum im nebeldurchzogenen Hörsaal 1 des Hörsaalgebäudes II dankte dem Experimentator mit enthusiastischem Beifall. Doch bildete diese rundum gelungene Vorstellung nur einen Teil des umfassenden Chemie-Schnupper-Programms an der Universität Dortmund.

Unter dem Motto "Freude an der Chemie" eröffnete Prof. Dr. Bernd Ralle vom Lehrstuhl für Didaktik der Chemie den Schülerinformationstag des Fachbereichs Chemie. Zu diesem waren Chemieklassen der Oberstufe aus über 30 Gymnasien und Gesamtschulen aus Dortmund und Umgebung angereist, um einige Eindrücke von der universitären Chemielandschaft zu bekommen. Mit diesem Engagement hat der Fachbereich Chemie schon vor einiger Zeit begonnen, um den Studiengang Chemie der Universität Dortmund ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu bringen.

Nach einer offiziellen Begrüßung durch Dekan Prof. Dr. Roland Winter wurden dem jungen Publikum Einblicke in laufende Forschungen gegeben. Bis in den Nachmittag hinein zogen die Schülerscharen in Gruppen aufgeteilt von Labor zu Labor, stellten wißbegierig und forschend Fragen und ließen sich allerhand Wissenswertes von den "Profis" erklären. Im Anschluss waren jedenfalls Laser, Plasma und Spektroskopie keine rein theoretischen Begriffe mehr.

Prof. Dr. Uwe Schwiegelshohn und Prof. Dr. Terence N. Mitchell informierten über die Perspektiven des mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiums im Allgemeinen und über das Chemiestudium an der Uni Dortmund im Besonderen.

Für die Schülerinnen und Schüler war von besonderem Interesse, daß sich für Naturwissenschaftler wie für Ingenieure in der überschaubaren Zukunft beste Berufsaussichten ergeben. Das läßt sich aus der zur Zeit geringen Zahl von Studierenden und der wachsende Nachfrage der Industrie nach hochqualifizierten Mitarbeitern prognostizieren, erklärte Professor Schwiegelshohn. Der Studiengang Chemie an der Universität Dortmund entspricht modernstem europäischen Standard. Auch Auslandsaufenthalte können von den Studierenden ohne Zeitverlust in ihr Studium integriert werden.

"Wir haben, so glaube ich, die richtige Mischung von Information, Besichtigung und Erlebnis getroffen", faßt Organisator Prof. Dr. Bernd Ralle seine Eindrücke zusammen.

Die meisten Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt und notierten sich das Campus-Fest am 12. Juni 1999 und den Tag der Chemie am 25. September für weitere Besuche an der Universität ihrer Region.
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