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Die elektronische Patientenakte

01.03.1999 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

Die elektronische Patientenakte.Medizinische Klinik und Agfa entwickeln digitales Bilddaten-Management und Intranet Informationssystem

Das Klinikum Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität München hat auf dem Weg zum digitalen Krankenhaus einen weiteren Schritt getan. Die EDV-Gruppe der Medizinischen Klinik entwickelte ein Intranet Informationssystem, das dem Arzt Zugriff auf alle medizinischen Daten und Röntgenbilder des Patienten erlaubt. Das neue System verkürzt Wartezeiten und vermeidet überflüssige Doppeluntersuchungen. Digitale Verschlüsselungstechniken verhindern dabei, daß unautorisiert auf Patientendaten zugegriffen wird. Das neuartige System basiert auf dem digitalen Bilddaten-Managementsystem IMPAX der Firma Agfa, Köln, das im Institut für Radiologische Diagnostik installiert wurde. Das sogenannte PACS (Picture Archiving and Communication System) arbeitet bereits bei der Röntgenaufnahme ohne den klassischen Röntgenfilm. Dabei wird auch bei der Diagnostik filmlos gearbeitet: der Radiologe befundet die Röntgenbilder unmittelbar an hochauflösenden Bildschirmen. Das PACS automatisiert den Arbeitsablauf, indem es Bilddaten archiviert und über das Netzwerk an die Befundungsarbeitsplätze verteilt.Aufbauend auf dem PACS wurde von der EDV-Gruppe ein Informationssystem entwickelt, mit dem Ärzte von ihrem Arbeitsplatz aus Zugriff auf alle Laborwerte, digitale Röntgenaufnahmen und Befunde haben. Durch diese elektronische Patientenakte erhält der Arzt wesentlich schneller wichtige Informationen zur weiteren Therapie seiner Patienten. Unnötige Wiederholungen von Untersuchungen z. B. durch verlorene Röntgenbilder werden vermieden. Die Zusammenfassung aller Daten verbessert auch die Kooperation zwischen den Abteilungen des Klinikums. Daraus ergeben sich geringere Wartezeiten für den Patienten und optimierte Arbeitsabläufe für Ärzte und Krankenhauspersonal. Digitale Verschlüsselungstechniken, die auch von Banken und Versicherungen angewendet werden, verhindern einen unberechtigten Zugriff auf Patientendaten.Prof. Dr. Peter C. Scriba, Direktor des Klinikums Innenstadt, kommentiert:
"Für uns wird es immer wichtiger, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Mit unserer neuen filmlosen Röntgenabteilung und der digitalen Patientenakte haben wir einen entscheidenden Schritt in diese Richtung getan."

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: Dirk Heiss EDV-Arbeitsgruppe,Klinikum Innenstadt der LMU München, Ziemssenstr. 180336 München, Tel. 089 / 5160-2491Fax. 089 / 5160-4488dheiss@med.uni-muenchen.de
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