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Abkommen mit der Eastern Michigan University über Einrichtung eines internationalen Studiengangs

10.05.1999 - (idw) Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik

Hochschule für Technik Karlsruhe (FH) und Eastern Michigan University schließen Abkommen zur Einrichtung eines internationalen Studiengangs
Studierende können die Abschlüsse "Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH)" und den amerikanischen "Master of Science in Computer-based Information Systems" nach neun Semestern erwerben

Am Freitag, 7. Mai 1999, unterzeichnen William E. Shelton, Präsident der US-amerikanischen Eastern Michigan University (EMU), und Prof. Dr. Werner Fischer, Rektor der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik ein Kooperationsabkommen. Demnach richten der Fachbereich Finance and Computer Information Systems der EMU und der Fachbereich Wirtschaftsinformatik der Karlsruher Hochschule einen gemeinsamen internationalen Studiengang ein. Die Absolventen dieses Studiengangs können damit zwei renommierte Hochschulabschlüsse erwerben: den amerikanischen Master of Science in Computer-based Information Systems (MSIS) und den deutschen Grad des Diplom-Wirtschaftsinformatikers (FH).
Zunächst absolvieren die deutschen Studierenden sieben Semester an der Hochschule für Technik Karlsruhe (FH). Danach schließen sich zwei Semester an der amerikanischen Partnerhochschule im Master-Programm der EMU an. Dort wird auch die Abschlussarbeit angefertigt. Bereits zum Wintersemester 1999/2000 werden eine Studentin und zwei Studenten des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik im Master-Programm der EMU zugelassen.
Analog zum internationalen Studiengang in der Wirtschaftsinformatik unterzeichneten William E. Shelton und Prof. Dr. Werner Fischer für ihre Hochschulen auch eine Absichtserklärung zur Einrichtung des deutsch-amerikanischen Studiengangs "Computer Science and Multimedia Studies" in der Informatik.
Seit mehr als zehn Jahren pflegen die Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik und die Eastern Michigan University engen Kontakt. Zunächst waren Arbeitsplätze für praktische Studiensemester in Unternehmen der Region Michigan vermittelt worden. Es folgten Aufenthalte von Professoren der EMU, die englischsprachige Vorlesungen in den Fachbereichen Informatik, Sozialwissenschaften und Wirtschaftsinformatik der Karlsruher Hochschule hielten. Eine weitere Vertiefung der Beziehungen erfolgte durch eine Vereinbarung des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik mit der EMU über die Zulassung von Studierenden zu einem einsemestrigen Gastaufenthalt an der EMU. Die amerikanische Partnerhochschule verzichtete dabei auf die deutlich höheren Studiengebühren für ausländische Studierende, sondern gewährt den deutschen Studierenden den Status von "Einheimischen" - eine Regelung, die auch für den neu eingerichteten internationalen Studiengang übernommen wird. Allein in den vergangenen vier Jahren haben 35 Studierende des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik die Möglichkeit zu einem einsemestrigen Gastaufenthalt an der EMU genutzt. Einigen von ihnen konnte über ein Programm zur Förderung integrierter Auslandsstudien des DAAD nicht nur die ermäßigten Studiengebühren, sondern über ein Stipendium auch ein Teil der Aufenthaltskosten erstattet werden.
Vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft wurden im Aktionsprogramm "Studienreform - Profilbildung - Wettbewerb" aus 80 Vorschlägen 13 modellhafte Projekte ausgewählt und damit gefördert. Unter diesen befindet sich auch das jetzt eingerichtete Studienprogramm, das in Kooperation zwischen der EMU und der Hochschule für Technik Karlsruhe (FH) die Studierenden zu einem Doppeldiplom führt. Über drei Jahre wird das Projekt mit insgesamt 75000 Mark gefördert. Diese Mittel erlauben es dem Fachbereich Wirtschaftsinformatik, seinen Studierenden im Master-Programm der EMU die gesamten Studiengebühren zu erstatten wie auch einen Zuschuss zu den Aufenthaltskosten an der Partnerhochschule in Michigan zu gewähren.
"Mit der heutigen Vereinbarung", so Rektor Prof. Dr. Werner Fischer, "bieten wir unseren Studierenden über das Doppeldiplom eine Chance zur internationalen Qualifikation, die ihnen im In- und Ausland beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Für unsere Hochschule ist die Kooperation ein weiterer wichtiger Baustein in der internationalen Ausrichtung der Studienangebote."

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