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20 Jahre Hilfe für Menschen mit schweren Verbrennungen

12.05.1999 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

MEDIZINISCHE HOCHSCHULE HANNOVER
Pressestelle
Leitung: Christa Möller · Christian Jung · Karola Neubert
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover

Telefon: (0511) 532 - 6771/6772
6773/6774
Telefax: (0511) 532 - 3852
E-mail: pressestelle@mh-hannover.de

12. Mai 1999

Pressemitteilung


20 Jahre Hilfe für Menschen mit schweren Verbrennungen
Jubiläum an der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie:
Einladung zum Pressegespräch am Dienstag, den 18. Mai um 11.30 Uhr

Ein rundes Jubiläum feiert jetzt die Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Auf zwei Jahrzehnte harter Arbeit können Ärzte und Pflegepersonal der Intensivstation für "Schwerbrandverletzte" - so der offizielle Name - Mitte Mai zurückblicken. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 1122 Patienten mit schweren und schwersten Verbrennungen wurden seitdem behandelt. Dabei konnte die Klinik unter Leitung von Professor Dr. Alfred Berger immer wieder mit neuen Therapiemethoden von sich reden machen. So kam vor drei Jahren erstmals in Europa ein besonderer biosynthetischer Hautersatz zum Einsatz, die so genannte künstliche Lederhaut "INTEGRA". Das neue, ursprünglich aus Haifischknorpeln entwickelte Material ermöglicht einen dauerhaften und ästhetisch zufrieden stellenden Ersatz der verloren gegangenen Haut. Inzwischen verwenden die Ärzte INTEGRA generell auch gegen unschöne und häufig wieder aufbrechende Narben - eine große Hilfe vor allem für Patienten nach schweren Unfällen. Und die Sorge um die Patienten endet nicht mit dem Klinikaufenthalt. Einmal wöchentlich findet eine Spezialsprech-stunde statt; dort werden Behandlungsergebnisse kontrolliert, Fortschritte diskutiert und weiterfüh-rende Therapiemöglichkeiten aufgezeigt - etwa eine spätere Verschönerung von Verbrennungsnarben.

Zugleich wird intensiv Grundlagenforschung betrieben. Schwerverbrannte sollen möglichst nur eigenes Gewebematerial erhalten. Dazu werden einige wenige Zellen des Patienten "im Reagenzglas" zu einem Zellrasen herangezüchtet und anschließend großflächig übertragen. Derzeit arbeiten und forschen die Wissenschaftler an einem Modell, das unserer aus mehreren Schichten bestehenden und äußerst komplex aufgebauten Haut möglichst nahekommen soll. Ziel ist es, so wenig Fremdmaterial wie nötig zum Ersatz der verbrannten Haut zu verwenden.

20 Jahre Hilfe für Menschen mit schweren Verbrennungen. Über dieses Stück Geschichte, über aktuelle Forschungsschwerpunkte und die Behandlungsmöglichkeiten möchten wir Sie gern im Rahmen eines Pressegesprächs informieren:

am Dienstag, den 18. Mai 1999 um 11.30 Uhr im hannoverschen Oststadtkrankenhaus; Treffpunkt ist im Vorraum der Station für Schwerbrandverletzte.

Dort stehen Ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung Professor Dr. Alfred Berger, Leiter der MHH-Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, und ein Patient, der nach einem schweren Brandunfall mit der künstlichen Lederhaut INTEGRA versorgt wurde.
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