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Ergebnisse und Visionen der Raumkognition

12.05.1999 - (idw) Universität Hamburg

"Fahren Sie an der nächsten Abzweigung links" ist eine Auskunft, die Menschen einleuchtet, aber nicht Robotern; denn noch haben diese keine Vorstellung vom Raum, der sie umgibt. Doch das soll sich ändern. Allein anhand einer groben Skizze werden Roboter den Weg - zum Beispiel - in die Teeküche finden, und es wird Rollstühle geben, die alle Wege und Zimmer eines Hauses kennen.
Raumkognition, der Fachbegriff für räumliches Denken, umfaßt den Erwerb und die Organisation von Wissen über räumliche Umgebungen beim Menschen. Hierzu gehören räumliche Vorstellungen sowie der intelligente Umgang mit räumlichem Wissen. Für die (Informatik-)Wissenschaft ist das Verständnis von Raumkognition von besonderem Interesse: Menschliche kognitive Fähigkeiten und Leistungen im Umgang mit dem Raum sowie grundlegende Strukturen für die Verarbeitung räumlicher Informationen sollen besser verstanden werden, um ihre Verwendung bei der Erkennung von Orten und Objekten, beim Auffinden von Wegen, beim Handeln im Raum sowie bei der Kommunikation mit Sprache, Skizzen und geographischen Karten beschreiben zu können.

Die deutsche Raumkognitionsforschung nimmt im internationalen Vergleich eine Spitzenstellung ein. Neben theoretischen Grundlagenarbeiten werden Konzepte des räumlichen Denkens mit innovativen Technologien wie Virtual Reality und Kognitiver Robotik untersucht. Die Forschungsergebnisse werden unmittelbar für die Entwicklung dieser Technologien eingesetzt. Auf diese Weise kann das Leistungsspektrum neuer Informationstechnologien erweitert werden.

Das Schwerpunktprogramm Raumkognition wird seit 1996 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die an den Forschungen beteiligten Wissenschaftler aus rund 15 Forschungsinstitutionen treffen sich aus diesem Anlaß vom 25. bis 27. Mai 1999 in der Evangelischen Akademie Tutzing zum fünften Plenarkolloquium, um Ergebnisse aus ihrer Forschung und ihren interdisziplinären Kooperationen zu präsentieren und zu diskutieren.

Vertreter der Medien sind zu der Präsentation des Forschungsprogramms und insbesondere zum
P r e s s e g e s p r ä c h
a m 2 5. M a i u m 1 2. 3 0 U h r

eingeladen.

An dem Pressegespräch werden teilnehmen:

Prof. Christian F r e k s a, Ph.D. (Universität Hamburg), der Koordinator des Schwerpunktprogramms, Prof. Dr. Wilfried Brauer (TU München), Prof. Dr. Christopher Habel (Universität Hamburg), Prof. Dr. Bernhard Nebel (Universität Freiburg) und Prof. Dr. Karl F. Wender (Universität Trier).

Anmeldungen per E-Mail oder Telefon bis Freitag, den 21. Mai, nimmt gern entgegen:

Prof. Christian Freksa
freksa@informatik.uni-hamburg.de / Tel. 040/42883-2416
www.informatik.uni-hamburg.de/WSV/raumkognition

Bei ihm ist auch das Tagungsprogramm erhältlich.
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