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Zahnärzte im Busch von Gambia

14.05.1999 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Studenten der Universität Witten/Herdecke leisten freiwillige Entwicklungshilfe

Zahnärztliche Betreuung ist in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Für viele Menschen auf der Welt ist das nicht der Fall. Zum Beispiel hat die Landbevölkerung von Gambia aus vielen Gründen keine Möglichkeit, einen der wenigen Zahnärzte im Land aufzusuchen. Im Busch von Gambia, vier Stunden Autofahrt von der Hauptstadt entfernt, liegt das Jahali Health Centre, das auch als "Hattinger Buschklinik" weit über die Region hinaus bekannt ist. Seit 1995 arbeiten Studenten und Zahnärzte der Universität Witten/Herdecke in Jahali. Über die Einzelheiten und Perspektiven dieser Entwicklungshilfe weit ab vom Interesse der Medien und der Öffentlichkeit möchten wir Sie informieren bei unserem

Informationsabend über das a.r.t.-Projekt in Gambia
am 19. Mai 1999 um 20 Uhr
in der Universität Witten/Herdecke,
Alfred-Herrhausenstr. 50

Mehrmals im Jahr fliegt eine kleine Gruppe Universitätsmitglieder nach Gambia und bietet den Menschen dort unter einfachsten Bedingungen eine zahnmedizinische Betreuung an. Ein wichtiger Pfeiler der Arbeit in Gambia ist die ART-Technik (Atraumatic Restaurative Treatment). Diese Methode zur Frühbehandlung der Karies ist völlig unabhängig von elektrischer Energie (Bohrer!) und kann somit an allen Orten der Welt durchgeführt werden. Die Zähne werden mit einem speziellen Glas-Ionomer-Zement gefüllt. Aus diesem inzwischen auch wissenschaftlich anerkannten Verfahren leitet sich der Name a.r.t.-Projekt ab. Das Ziel der Arbeit ist es, den Patienten solange wie möglich die eigenen Zähne zu erhalten. Wenn das nicht mehr möglich ist, muß der Zahn gezogen werden. Auch darum kümmert sich die a.r.t.-Projektgruppe. Wenn die "German Dentists" anreisen, spricht sich das schnell herum: Die Menschen in Gambia nehmen oft stundenlange Fußmärsche auf sich, um eine schmerzfreie Behandlung ihrer Zähne zu bekommen. Seit 1995 sind über 2000 Patienten übrigens kostenlos betreut worden.

Doch die Hilfe zur Selbsthilfe steht auch bei diesem Projekt im Vordergrund: Die Ausbildung von Gambianern zur Vorsorge von Mundkrankheiten und Versorgung von kariösen Zähnen mit der ART-Technik ist das langfristige Ziel. Für die Studenten und Zahnärzte aus Deutschland bietet das Projekt - neben dem Gefühl, helfen zu können - auch die Gelegenheit zu wissenschaftlichen Studien und Langzeitbeobachtungen.

Das a.r.t.-Projekt wird ausschließlich über Spenden finanziert. Daher würde uns eine Berichterstattung sicherlich beim Helfen helfen.

Weitere Informationen bei Oberarzt Dr. Thomas Lietz:
Tel.: 02302/926695
Fax.: 02302/926661
E-Mail: tlietz@uni-wh.de
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