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Universität Lüneburg kooperiert künftig mit Ökologie-Stiftung NICOL

12.08.2002 - (idw) Universität Lüneburg

Prof. Dr. Hartwig Donner, Präsident der Universität Lüneburg, und Prof. Dr. Berndt Heydemann, Vorstandsvorsitzender der Nieklitzer Ökologie- und Ökotechnologie-Stiftung (NICOL), werden am morgigen Dienstag einen Kooperationsvertrag unterzeichnen.

Universität und Stiftung vereinbaren mit dem Vertrag die künftige Zusammenarbeit insbesondere auf den Feldern "Ökologie und Umweltbildung" sowie "Ökotechnologie". Die Zusammenarbeit wird sich vor allem darauf richten, gemeinsame Projekte in Forschung, Lehre und Weiterbildung zu organisieren. Vor allem für die Lüneburger Studierenden der Erziehungs- und der Umweltwissenschaften wird die Kooperation interessante neue Möglichkeiten bieten, denn die Betreuung von Studienarbeiten und die Durchführung studentischer Praktika werden ausdrücklich verabredet.
Vertreter der Stiftung sollen in Zukunft Lehrveranstaltungen an der Universität anbieten, Lehrende der Universität an Seminaren und Fachtagungen der Stiftung mitwirken.

Die Stiftung mit Sitz in dem kleinen Ort Nieklitz in Mecklenburg-Vorpommern, etwa 60 km von Lüneburg entfernt und nördlich von Boizenburg gelegen, betreibt dort ein "Zukunftszentrum Mensch - Natur - Technik - Wissenschaft", das aus einem Expo-2000-Projekt hervorgegangen ist, und das durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, das Land Mecklenburg und den Landkreis Ludwigslust gefördert wird. Nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums handelt es sich bei der Ausstellung um ein europaweit einmaliges Projekt: Der Umwelt- und Erlebnispark dehnt sich über eine Fläche von 185.000 Quadratmetern aus. Das "Von der Natur lernen-Prinzip" stellt die Haupt-Thematik der Ausstellung dar. Dabei geht es um den Erfindungsreichtum und auch um die besonderen Leistungen der Natur für den Menschen sowie um die mögliche Umsetzung und Übertragbarkeit dieser Erfindungen in die menschliche Technik. Dies wird in zahlreichen neuartigen, sehr großen und eindrucksvollen Modellen und Beispielen im Innenbereich eines Ausstellungshauses und im großen Ausstellungsgelände demonstriert. Zu sehen gibt es unter anderem das vier Meter hohe Modell eines Termitenbaus aus der afrikanischen Savanne mit einem ausgeklügelten Belüftungs- und Klimatisierungssystem, das Anregungen für energiesparende Lüftungsanlagen im Niedrigenergie-Hausbereich liefern kann, oder auch riesige Edelmetall-Spinnennetze, die nicht nur durch ihre Ästhetik und präzise Mikro-Technik beeindrucken, sondern beispielsweise als Haubennetz Vorbild für freitragende Zeltbauten sein können.

Prof. Dr. Berndt Heydemann, Leiter Nieklitzer Einrichtung, hat sich sein Leben lang neben vielen Aufgaben in der Forschungs- und Umweltpolitik ganz gezielt mit dem Verhältnis der Menschen zur Umwelt, mit der umweltschonenden Nutzung von biologisch - technischen Konstruktionen der Natur und insgesamt mit den technischen Vorbildern aus der Natur für den Menschen befasst. Heydemann war von 1988 bis 1993 Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung in Schleswig-Holstein.

Hinweis für die Redaktionen:
Die Vertragsunterzeichnung findet am 13. August 2002, 10.30 Uhr, im Dienstzimmer des Präsidenten der Universität (Gebäude 10, 2. OG) statt. Medienvertreter sind herzlich willkommen.
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