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Theoretische Modelle in der Immunologie

14.10.1999 - (idw) Universität Bielefeld

Theoretische Modelle in der Immunologie

Tagung im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld
Samstag, den 16. Oktober, bis Dienstag, 19. Oktober 1999
Am Samstag beginnt am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld eine Tagung, die sich mit der Struktur und der Reichweite von theoretischen Modellen auf dem Gebiet der immunologischen Forschung befaßt.

Eingeladen sind Immunologen, Biologen, Physiker und Informationswissenschaftler aus der ganzen westlichen Welt; die Tagungssprache ist Englisch. Es geht darum, verschiedene ausgearbeitete Modellvorstellungen über die Funktionsweise des Immunsystems darzustellen, diese Modelle empirischen Befunden gegenüberzustellen und sie auf ihre Tragfähigkeit hin abzuklopfen. Folgende Themenbereiche werden behandelt:

- Modelle des funktionierenden Immunsystems,
- Modelle für das Versagen des Immunsystems (z.B. im Falle von AIDS),
- Modelle für Situationen, in denen das Immunsystem Unterstützung braucht (z.B. bei Allergien oder in der Form von Impfungen),
- Sachgebiete, auf denen Modellvorstellungen erst noch entwickelt werden sollen (z.B. zu selbstorganisierenden biologischen Prozessen oder zu neurobiologischen Phänomene).

Die einzelnen Sitzungen werden auf ein neuartige Weise mit verteilten Rollen inszeniert: Es gibt für jede Sitzung eine Art Zeremonienmeister oder Quizmaster, der die Sitzung leitet. Zu Beginn geben verschiedene experimentell arbeitende Wissenschaftler einen Überblick über den Stand der empirischen Forschung auf dem jeweiligen Sachgebiet. Dann stellen Theoretiker ihre Modelle vor, die diese Befunde erklären sollen. Der Zeremonienmeister hat die Aufgabe, kritische Fragen zu stellen: Welchen Erkenntnisforschritt bringt dieses Modell für die Immunologie? Was bedeutet es für die Theorie auf diesem Gebiet? Ein aus dem Teilnehmerkreis jeweils neu gebildetes Expertenteam aus Biologen und Physikern soll diese Fragen beantworten. Der Zeremonienmeister darf auch unbequeme Fragen stellen und den advocatus diaboli spielen, um die Beurteilung der Modelle auf den Punkt zu bringen.

Organisiert wir die Tagung von Professor Dr. med. Dr. phil. Franco Celada (Genua), von Dr. Philip Seiden (Princeton) und Professor Dr. Ricardo Lima (Marseille).

Franco Celada, MD, Ph.D., ist Professor für Immunologie an der Universität von Genua, Professor für Pathologie an der New York University und Senior Immunologist an einem Zentralkrankenhaus für Gelenkerkrankungen in New York. Der Physiker Philip Seiden, Ph.D., ist Gastwissenschaftler an der Princeton University, New Jersey, Berater im rheumatologischen Department des eben genannten Zentralkrankenhauses für Gelenkerkrankungen in New York und war vor seiner Emeritierung Mitglied des Research Staff des T.J.Watson Research Center von IBM in Yorktown, New York. Ricardo Lima ist theoretischer Physiker und Directeur de Recherches am Centre de Physique Théoretique des CNRS (Centre National del la Recherche Scientifique, entspricht unseren Max-Planck-Instituten) in Marseille.

Wenn Sie noch mehr zu den Themen der Tagung oder später zu ihren Ergebnissen wissen wollen, können Sie sich an Professor Franco Celada wenden. Er hält sich noch bis Mittwoch, den 20. Oktober, am ZiF auf und ist dort über das Tagungsbüro erreichbar:
Marina Hoffmann, Tel.: (0521) 106-2768, Fax: (05 21) 106-60 24, Email: mailto:martina.hoffmann@uni-bielefeld.de
Danach können Sie Professor Celada in Genua erreichen:
Tel.: (0039-010) 573-7303, Fax: (0039-010) 573-7304, Email: celada@ermes.cba.unige.it


Die Tagung "Theoretische Modelle in der Immunology" ist übrigens die erste Arbeitstagung der übernächsten Forschungsgruppe am Zentrum für interdisziplinäre Forschung, die im akademischen Jahr 2000/2001 tätig sein wird. Sie trägt den Titel "The Sciences of Complexity: From Mathematics to Technology to a Sustainable World". Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher über diese Forschungsgruppe berichten; wenn Sie jetzt schon neugierig sind, können Sie im Internet mehr erfahren unter http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/complexity/.
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