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Bürgerrechtler Jens Reich spricht an Chemnitzer Uni

14.10.1999 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Jens Reich, einer der führenden Bürgerrechtler der ehemaligen DDR, spricht am Dienstag, dem 19. Oktober 1999, um 18.15 Uhr an der Chemnitzer Uni, Hauptgebäude, Straße der Nationen 62, Hörsaal 201, über seinen Weg in die DDR-Opposition und über seine Zeit nach der Wende.

Jens Reich, einer der führenden Bürgerrechtler der ehemaligen DDR, kommt am Dienstag, dem 19. Oktober 1999, an die Technische Universität Chemnitz. Um 18.15 Uhr spricht er im Hauptgebäude, Straße der Nationen 62, Hörsaal 201, über seinen Weg in die DDR-Opposition und über seine Zeit nach der Wende. Dabei wird er auch darlegen, was er sich 1989 gewünscht hat, was davon eingetreten ist und was nicht.

Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung "1989/1990 - 1999/2000: Revolution in der DDR - und zehn Jahre danach", die der Chemnitzer Parteien- und Extremismusforscher Prof. Eckhard Jesse organisiert hat. Dabei werden bis zum Februar 2000 jeweils dienstags nahezu alle führenden Bürgerrechtler über ihr Leben in und nach der DDR berichten. Dazu sind alle Bürger herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Eine Liste aller Referenten und Termine finden Sie in unserer Pressemitteilung Nr. 140/99 unter http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/1999/10.06-16.38.html

Zur Person:
Der 1939 geborene Jens Reich wuchs in Halberstadt auf und studierte an der Humboldt-Universität in Berlin Medizin. Bereits in den frühen achtziger Jahren schloss er sich der Oppositionsbewegung an und hielt Kontakt zu Oppositionsgruppen in Polen, der CSSR und der Sowjetunion. Wegen dieser Kontakte verlor er 1984 die Leitung seiner Forschungsabteilung. Schon damals veröffentlichte er unter dem Pseudonym Thomas Asperger kritische Artikel zur politischen Lage der DDR in westdeutschen Zeitungen.

Im September 1989 gründete er mit Gleichgesinnten das "Neue Forum". Als Spitzenkandidat des "Bündnis 90" wurde er im März 1990 Abgeordneter der letzten, bereits frei gewählten, Volkskammer der DDR und gehörte ihr bis zur Vereinigung am 3. Oktober 1990 an. 1994 war Jens Reich parteiunabhängiger Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten.

Heute arbeitet Reich als Wissenschaftler am Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch. Seit 1998 ist er außerdem Professor an der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Uni. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und äußert sich immer wieder in den Medien - etwa in der Wochenzeitung "Die Zeit" - zu wichtigen Themen der Gegenwart und zu den Problemen der deutschen Einheit.

Hinweis für die Medien: Wir vermitteln Ihnen für den 19. Oktober gern einen Interview-Termin mit Jens Reich. Rufen Sie uns bitte an.

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Philosophische Fakultät, Fachgebiet Politikwissenschaft, Reichenhainer Str. 41, 09126 Chemnitz, Prof. Dr. Eckhard Jesse, Tel.: 0371/531-2179; Fax: 0371/531-4094; e-mail: eckhard.jesse@phil.tu-chemnitz.de
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