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30 Jahre "Unispiegel" Heidelberg: TV-Talk-Runde und Ausstellung im Foyer der Alten Universität

28.10.1999 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Beim Tag der offenen Tür am 6. November 1999 um 16 Uhr - Unispiegel gehört zu den ältesten regelmäßigen Zeitungen einer deutschen Universität - Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen, den Wandel von Themenspektrum und Erscheinungsbild über drei Jahrzehnte zu verfolgen

Am 14. Oktober 1969 erschien die erste Ausgabe des Unispiegels. Er gehört damit zu den ältesten regelmäßigen Zeitungen einer deutschen Universität. Grund genug für die Pressestelle der Universität Heidelberg, das Thema in einer Fernseh-Talk-Runde und einer Ausstellung aufzugreifen: am Tag der offenen Tür um 16 Uhr im Foyer der Alten Universität, Grabengasse 1. Campus-TV, das Hochschul- und Forschungsmagazin aus dem Rhein-Neckar-Dreieck, zeichnet die Talk-Runde auf und beleuchtet die Hintergründe, warum es gerade 1969 - in einer hochschulpolitisch turbulenten Zeit - zur Gründung des Unispiegels kam.

Welche Bedeutung Öffentlichkeitsarbeit für die Universität Heidelberg heute besitzt, zeigt Prorektorin Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik bei der Talk-Runde auf. Dr. Bernt Armbruster, heute Leiter der Abteilung Information und Internationale Beziehungen der Universität Gesamthochschule Kassel, verfolgte Ende der 60-er Jahre die Entwicklungen an der Universität Heidelberg aus der Sicht eines unabhängigen Journalisten und berichtet während der Talk-Runde, wie die kritische Öffentlichkeit die Vorgänge an der Universität wahrnahm. Schließlich steht Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher der Universität Heidelberg, als Zeitzeuge für den Wandel des Unispiegels seit 1983 Rede und Antwort. Moderiert wird der Talk von Campus-TV-Redakteur Joachim Kaiser. Im Anschluss führt Unispiegel-Redakteur Dr. Christoph Becker, der die Ausstellung konzipierte, durch die 30-jährige Geschichte und stellt frühe Unispiegel-Ausgaben, seltene Fotos und bislang nie gezeigte Dokumente vor.

Für Rektor Werner Conze war ein Uni-Blatt notwendiger denn je

Die Gründungsumstände des Unispiegels sind spannend genug: Wenige Monate vor dem Erscheinen der ersten Ausgabe wurde an der Uni gestreikt, und bei den Heidelberger Studentenunruhen kam es noch einmal zu spektakulären Höhepunkten: Akteure brachen in die Alte Uni ein, entwendeten Akten und warfen eine der Flügeltüren in den Neckar. Der gerade neu gewählte Rektor Conze sperrte dem AStA im Gegenzug vorübergehend die Mittel und stand zudem vor dem Problem, die Akzeptanz der neuen Universitäts-Grundordnung verbessern zu müssen. Ein Uni-Blatt zu Informationszwecken und als Diskussionsforum schien notwendiger denn je.

Conzes publizistischer Berater in Sachen Unispiegel war der Politologe Dolf Sternberger. Der Politologiestudent Lutz Franke, damals als Mitarbeiter an einem Projekt Sternbergers über Wahlforschung beschäftigt, wurde der erste Redakteur. Ein eigenes Pressestellenbüro oder Redaktionsräume gab es noch nicht. Lutz Franke, heute in der Programmkoordination beim SWR tätig, arbeitete damals auf seiner Bude. "Dort war es am sichersten. Bei den Gremiensitzungen und Diskussionsforen flogen oft Eier und Tomaten. Deswegen hatte ich immer meinen Kleppermantel dabei", erinnerte sich der 60-jährige heute.

Mit den Rektoren, den Redakteuren und der Zeit wandelten auch Erscheinungsbild und Themenspektrum des Unispiegels. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen, diesen Wandel über drei Jahrzehnte zu verfolgen.

Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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