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Bürgerrechtlerin Marianne Birthler spricht an Chemnitzer Uni

29.10.1999 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Marianne Birthler, eine der führenden Bürgerrechtlerinnen der ehemaligen DDR, spricht am Dienstag, dem 2. November 1999, um 18.15 Uhr an der Chemnitzer Uni, Hauptgebäude, Straße der Nationen 62, Hörsaal 201, über ihren Weg in die DDR-Opposition und über ihre Zeit nach der Wende.

Marianne Birthler, eine der führenden Bürgerrechtlerinnen der ehemaligen DDR, kommt am Dienstag, dem 2. November 1999, an die Technische Universität Chemnitz. Um 18.15 Uhr spricht sie im Hauptgebäude, Straße der Nationen 62, Hörsaal 201, über ihren Weg in die DDR-Opposition und über ihre Zeit nach der Wende. Dabei wird sie auch darlegen, was sie sich 1989 gewünscht hat, was davon eingetreten ist und was nicht.

Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung "1989/1990 - 1999/2000: Revolution in der DDR - und zehn Jahre danach", die der Chemnitzer Parteien- und Extremismusforscher Prof. Eckhard Jesse organisiert hat. Dabei werden bis zum Februar 2000 jeweils dienstags nahezu alle führenden Bürgerrechtler über ihr Leben in und nach der DDR berichten. Dazu sind alle Bürger herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Eine Liste der Referenten und Termine finden Sie in unserer Pressemitteilung Nr. 140/99 unter http://idw.tu-clausthal.de/public/zeige_pm.html?pmid=14441

Zur Person:

Marianne Birthler wurde 1948 in Berlin geboren und lebt seit 1982 im Stadtbezirk Prenzlauer Berg. Nach dem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Katechetin und Gemeindehelferein in der evangelischen Kirche. Mitte der achtziger Jahre gründete sie mit Freunden den Arbeitskreis "Solidarische Kirche" und wurde zu einer der maßgeblichen Bürgerrechtlerinnen in der DDR. Ab 1988 arbeitete sie eng mit der "Initiative Frieden und Menschenrechte" zusammen, die sie vom Frühjahr 1990 an in der Volkskammer vertrat. Gleichzeitig war sie Sprecherin der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Bereits im Januar 1989 hatte sie den Anstoß zum "Berliner Kontakttelefon" gegeben, das zur Information und Vernetzung der DDR-Oppositionellen diente. Auch am Runden Tisch arbeitete sie mit.

Nach der Vereinigung saß sie für kurze Zeit im Bundestag und wechselte dann als Abgeordnete für Bündnis 90 / Die Grünen in den brandenburgischen Landtag. In der dortigen SPD / FDP / Bündnis 90-Koalition wurde sie Bildungsministerin, trat aber schon im Herbst 1992 wegen der ungeklärten Stasi-Kontakte von Ministerpräsident Manfred Stolpe zurück. Seitdem nimmt sie verschiedene Aufgaben bei den Grünen wahr. Zur Zeit ist sie Referentin für Personalentwicklung und Weiterbildung der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen.

Hinweis für die Medien: Wir vermitteln Ihnen am 2. November gern einen Interview-Termin mit Marianne Birthler. Rufen Sie uns bitte an.

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Philosophische Fakultät, Fachgebiet Politikwissenschaft, Reichenhainer Str. 41, 09126 Chemnitz, Prof. Dr. Eckhard Jesse, Tel.: 0371/531-2179; Fax: 0371/531-4094; e-mail: eckhard.jesse@phil.tu-chemnitz.de
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