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Theorie der Zahlen

29.10.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster


Dr. Annette Huber-Klawitter
Dr. Guido Kings Für ihren "ideenreichen und glänzenden Beitrag zu einem jahrhundertealten bedeutenden zahlentheoretischen Problem" erhielten Dr. Annette Huber-Klawitter und Dr. Guido Kings vom Mathematischen Institut der Universität Münster gemeinsam den mit 10.000 Mark dotierten Nachwuchspreis der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. Überreicht wurde der Preis am Freitag, 29. Oktober 1999, vom Ersten Vorsitzenden der Förderergesellschaft, Dr. Rudolf Holdijk. Die Laudatio auf beide Preisträger hielt Prof. Dr. Christopher Deninger, Direktor des Mathematischen Instituts der Universität Münster.

Die beiden diesjährigen Preisträger forschen auf dem modernen Gebiet der arithmetischen Geometrie, in dem geometrische Methoden verwendet werden, um zahlentheoretische Aussagen zu verstehen. Eines der spannendsten Objekte der Zahlentheorie ist die sogenannte "Riemannsche Zeta-Funktion", die Eigenschaften von Primzahlen kodiert. Huber-Klawitter und Kings studierten den Polylogarithmus auf elliptischen Kurven. Das sind Lösungsmengen von Gleichungen dritten Grades in zwei Variablen. Überraschenderweise fanden sie in seiner Degeneration Informationen über die Zeta-Funktion.

Huber-Klawitter, 1967 in Frankfurt/Main geboren, hat in Frankfurt, Cambridge und Münster Mathematik studiert. Nach dem Diplom in Mathematik 1990 wurde sie 1994 in Münster zum Doktor der Naturwissenschaft promoviert. Anschließend hielt sie sich mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der University oaf California in Berkeley auf. Seit 1997 ist sie wissenschaftliche Assistentin am Mathematischen Institut der Universität Münster. In den vergangenen Jahr wurde Dr. Annette Huber-Klawitter bereits mehrfach mit angesehenen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Heinz-Maier-Leibnitz-Förderpreis des Bundesforschungsministers und mit dem Preis der Europäischen Mathematischen Gesellschaft.

Guido Kings, geboren 1965 in Köln, studierte in Bonn Mathematik und Philosophie. Nach dem Diplom in Mathematik wechselte er 1989 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität Münster, wo er 1994 mit einer mathematischen Arbeit promoviert wurde. Seitdem arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent am Mathematischen Institut der Universität Münster. Mehrere Forschungsstipendien führten ihn in den vergangenen Jahren unter anderem nach Princeton/USA, Oxford/England und Paris.

Geehrt wurden die beiden Mathematiker Huber-Klawitter und Kings am Freitag, 29. Oktober 1999, im Rahmen einer Feierstunde im Alexander-von-Humboldt-Haus mit dem "Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses", den die Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster 1980 aus Anlaß des 200-jährigen Jubiläums der Universität gestiftet hat. Seit 1981 wird dieser mit 10.000 Mark dotierte Preis jährlich an Nachwuchswissenschaftler verschiedener Fachrichtungen für herausragende Forschungsarbeiten verliehen.
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