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Von Gutenberg zu den Neuen Medien

02.11.1999 - (idw) Universität zu Köln

Bücher aus 500 Jahren in der Universitätsbibliothek

Köln, den 02. November 1999 - Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln eröffnet am 04. November 1999 um 18.00 Uhr die Ausstellung "500 Jahre Buchtradition in Köln - Von der Koehlhoffschen Chronik bis zu den Neuen Medien". Die Begrüßung wird der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Jens Peter Meincke, sowie der leitende Bibliotheksdirektor Professor Dr. Wolfgang Schmitz halten. Der Bürgermeister der Stadt Köln Fritz Schramma wird das Grußwort der Stadt überbringen. Den Eröffnungsvortrag mit dem Titel "Verlegerisches Handeln in einer Stadt der Neuen Medien" hält der Verleger Dr. Heinz Gollhardt. Die Eröffnung findet am

Donnerstag, dem 04. November 1999, um 18.00 Uhr im Vortragsaal der Universität zu Köln, Universitätsstraße 33, 50931 Köln

statt.

Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung einer mehr als fünf Jahrhunderte währenden Buchtradition in Köln. Sie zeigt die großen Leistungen der Vergangenheit ebenso wie die positive Bilanz der Gegenwart. Dank des umfangreichen historischen Buchbestandes, den die Universitäts- und Stadtbibliothek in ihrem Magazin verwahrt, lassen sich aus allen Epochen sehenswerte Exponate darbieten. Unsere Ausstellung ist zugleich ein früher Beitrag zum Gutenberg-Jahr 2000, in dem des 600. Geburtstages des Erfinders der Buchdruckerkunst gedacht wird.

Die Ausstellung wird im Erdgeschoß des Bibliotheksgebäudes gezeigt werden. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9-21 Uhr, Freitag von 9-20 Uhr, Samstag von 9-12 Uhr. Ein Ausstellungskatalog ist in Vorbereitung.

Ausgehend von der Koelhoffschen Chronik - sie wurde vor genau 500 Jahren publiziert und ist damit eine der ältesten gedruckten Chroniken des deutschen Sprachraums - werden in der Ausstellung herausragende Zeugnisse der Buchproduktion aus Kölner Pressen und Verlagshäusern gezeigt. Bekanntlich ist die "schwarze Kunst" in der Domstadt sehr früh heimisch geworden. Bereits 1464 ließ sich Ulrich Zell als erster Drucker in ihren Mauern nieder, und bald entwickelte sich hier eine Druck- und Verlagsszene, die im 15. Jahrhundert in Deutschland nicht ihres gleichen kannte und international an vierter Stelle stand. Auch während des Reformationszeitalters blühte das Druckereiwesen in der Domstadt. Erst im 17. und 18. Jahrhundert verfiel das Verlagswesen in Köln.

Die französische Besetzung des Rheinlands und die Zugehörigkeit zu Preußen brachten der Domstadt neue wirtschaftliche Impulse. Aber insgesamt vermochte Köln nicht an seine große Tradition anzuknüpfen. Das änderte sich erst nach 1945. Die alteingesessenen Verlagshäuser wie Bachem, Greven und DuMont bauten recht schnell ihre z.T. schwer beschädigten Gebäude wieder auf und intensivierten ihre Produktion. Daneben siedelte sich, bedingt durch die politischen Verhältnisse, eine ganze Reihe von Firmen aus dem östlichen Teil Deutschlands in Köln an. Hier seien stellvertretend die Firmen Kiepenheuer & Witsch, Böhlau, Carl Heymanns und Dr. Otto Schmidt genannt. Am Wirtschaftsstandort Köln ist aber auch eine größere Zahl entsprechender Wirtschaftsverlage entstanden, die ein breitgestaffeltes Angebot von Handbüchern, Standardwerken, Zeitschriften und Loseblattwerken herausgeben, sowie Firmen, die sich auf dem Mediensektor profilieren. Als jüngste Entwicklung haben Kölner Verlagshäuser CD-ROM-Titel und ONLINE-Datenbanken in ihr Programm aufgenommen.

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Verantwortlich: Robert Hahn

Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Wolfgang Schmitz unter der Telefonnummer 0221/470-2260, der Fax-Nummer 0221/470-5166 und unter der Email-Adresse schmitz@ub.uni-koeln.de sowie Dr. Gernot Gabel unter der Telefonnummer 0221/470-2404, der Fax-Nummer 0221/470-5166 und unter der Email-Adresse gabel@ub.uni-koeln.de zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web
(http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.htm).
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