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Acht Prozent mehr Studienanfänger - fast jeder zehnte Uni-Student aus dem Ausland

02.11.1999 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Morgen beginnt für die universitären Studiengänge an der Katholischen Universität Eichstätt (KUE) das Wintersemester 1999/2000. Derzeit sind etwa 3.950 Studierende an der KUE eingeschrieben, 882 davon sind Studienanfänger oder haben ihren Studienort zugunsten von Eichstätt gewechselt. Dies entspricht einem Plus von etwa acht Prozent bei den Neu- und Erstimmatrikulationen im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil ausländischer Studierender an den universitären Studiengängen (ohne Fachhochschule) hat sich von 9,1 auf 9,8 Prozent erhöht. Besonders im Trend liegen an der KUE die Studiengänge für das Lehramt der Grundschule und der Realschule, die Betriebswirtschaftslehre in Ingolstadt sowie die Diplomstudiengänge Psychologie und Geographie. Ungebrochen ist die Nachfrage nach dem Fachhochschulstudiengang "Soziale Arbeit". Bis zum Ende des Wintersemesters will die Hochschule in einem Strukturplan den Fahrplan für Forschung und Lehre an der KUE für die nächsten Jahre festlegen.

Wie an allen bayerischen Universitäten ist durch die gesetzlichen Neuregelungen zum Zweitstudium und zum Promotionsstudium die Gesamtzahl der Studierenden auch in Eichstätt im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegangen: Damals waren an der KUE 4.050 Studierende eingeschrieben. Die vom Freistaat Bayern eingeführten Gebühren für ein Zweitstudium machen sich besonders auch in einer rückläufigen Nachfrage nach Magisterstudiengängen bemerkbar. In der Vergangenheit ergänzten einige Studierende einen bereits erworbenen Abschluss mit dem Magistergrad.

In anderen Fächern dagegen mussten Interessenten abgewiesen werden: So hatten sich für die 180 Studienplätze an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Ingolstadt 521 Abiturienten beworben, 197 hatten sich auf die 70 Plätze im Lehramt Grundschule beworben. Ebenfalls nicht zum Zug gekommen sind 25 Bewerber für den Studiengang Diplompsychologie in Eichstätt. Die 55 Studienplätze werden direkt über die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) in Dortmund vergeben. Mit 21 Studienanfängern für das Lehramt der Realschule verdoppelte sich die Nachfrage nach diesem Studiengang im Vergleich zum Vorjahr fast. Die Zahl der Studienanfänger erhöhen konnten außerdem die Diplomstudiengänge Geographie und Mathematik. "Die neuesten Zahlen belegen, dass die KUE von Studienanfängern als attraktive Hochschule wahrgenommen wird", freut sich Universitätspräsident Prof. Ruprecht Wimmer.

Weiter erhöht werden soll diese Attraktivität unter anderem durch neue Studienmöglichkeiten wie sie der neue Diplomstudiengang Wirtschaftsmathematik bietet oder der neue Studienschwerpunkt "Management Science" im Rahmen des Studium der Betriebswirtschaftslehre. Erst vor einem Jahr hat die Universität Informatik als neues Nebenfach für mehrere Studiengänge eingeführt. Der Fahrplan für die wissenschaftliche Ausrichtung der KUE in den nächsten Jahren wird derzeit in einem Strukturplan erarbeitet. Dazu hatten im Vorfeld die acht Fakultäten der Hochschule ihre Entwicklungsperspektiven diskutiert. Um die Vergleichbarkeit zu anderen bayerischen Universitäten zu erhalten, wird außerdem derzeit die Grundordnung der KUE überarbeitet. Ziel ist eine Anpassung der Hochschulstrukturen an das neue Bayerische Hochschulgesetz. Dabei geht es unter anderem um die Rolle des Senats, die Einführung eines Hochschulrates sowie die Effizienz der Entscheidungsprozesse.
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