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Computer muss vom Kollegen Mensch lernen

03.11.1999 - (idw) Universität Dortmund

"Alles im Fluss" - das ist schon seit den alten Griechen ein lapidarer Hinweis darauf, dass die Dinge irgendwie vorankommen. In den komplexen Strukturen der Arbeit und Dienstleistung ist es damit nicht getan. Das Fachgebiet Informatik und Gesellschaft befasst sich an der Universität Dortmund mit den Schwierigkeiten, Arbeitsflüsse und Geschäftsprozesse mit Computerhilfe optimal zu regulieren.
Am 3. November 1999 findet im Harenberg City-Center, Dortmund, der Kongress des Forschungsverbundes MOVE zum Thema "Workflow für das lernende Unternehmen - Konzepte, Bausteine, Perspektiven" statt. Eine Ausstellung und eine Podiumsdiskussion vertiefen Praxiserfahrungen mit Workflow-Systemen und werfen einen Blick in die Zukunft. Das Projekt ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Workflow-Management: Die Zukunft der Büroarbeit

Geschäftsprozesse sind das Herzstück eines jeden Unternehmens. Workflow-Management ist die Technologie, die sie optimiert . Von der Geschwindigkeit, Flexibilität und Effizienz der Geschäftsprozesse und der Bearbeiter hängt der Erfolg von Sach- und Dienstleistungen ab. Aber wie werden Workflow-Management-Projekte zum Erfolg? Welche Hindernisse und Risiken sind auf dem Weg zur Workflow-Management-Anwendung zu überwinden?

Pessimisten sehen in Workflow-Management-Systemen die Einführung der Fließbandarbeit im Büro. Optimisten sprechen von einer intelligenten Rohrpost in Form vernetzter Computer, die automatisch die aktuell zu erledigenden Arbeitsaufträge wie das Ausstellen einer Rechnung an den entsprechenden Sachbearbeiter sendet - inklusive des notwendigen Computerprogramms.

Vermeintliche Realisten sagen, daß bislang kein rundum zufriedenstellendes Workflow-Management-System entwickelt werden konnte. Damit die Workflow-Anwendung die Geschäftsprozesse optimal unterstützt, soll das Programm auf den Erfahrungen und Anforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbauen. Das Know-how der Unternehmensmitarbeiter ist ausschlaggebend. Dazu muss zum Beispiel Beteiligung oder Partizipation organisiert werden, aber wie?

"Verbesserung von Geschäftsprozessen mit flexiblen Workflow-Management-Systemen" so lautet der Titel des Forschungsverbundes MOVE. Die beteiligten wissenschaftlichen Kooperationspartner sind: Das Fachgebiet Informatik und Gesellschaft der Universität Dortmund (Koordination), das Fraunhofer Institut für Software und Systemtechnik - ISST in Dortmund, das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität des Saarlandes und mehrere industrielle Anwender.

Der MOVE-Kongress 99 bringt beim Thema Geschäftsprozesse und Workflow Wissenschaft und Praxis zusammen. Vorträge von Prof. Dr.-Ing. Thomas Herrmann (Fachgebiet Informatik und Gesellschaft Universität Dortmund), Dr. Harald Raetzsch (Universität Klagenfurt), Prof. Dr. Dr. h.c. August-Wilhelm Scheer (Institut für Wirtschaftsinformatik Universität des Saarlandes) und Prof. Dr. Herbert Weber (Fraunhofer Institut-Software- und Systemtechnik) stellen Perspektiven der Geschäftsprozeßoptimierung in der lernenden Organisation dar.

Auf dem MOVE-Kongress 99 werden Anleitungen und Hinweise für die Einführung und die Nutzung von Workflow-Management gegeben. Anwender von Workflow-Management-Systemen aus dem MOVE-Projekt, wie die DHL Worldwide Express, die fischer holding GmbH & Co. KG, oder die Leopold Schäfer GmbH Spedition berichten über Erfahrungen mit der Technik, über Mitarbeiterbeteiligung und über Verbesserungspotentiale.

Neben den Highlights aus der Projektarbeit geht der Blick auch in die Zukunft des Geschäftsprozeß-Management: Was kommt nach Workflow-Management? Wie werden Arbeitsabläufe in virtuellen Unternehmensnetzwerken koordiniert und gesteuert und wie sehen die Workflow-Systeme der Zukunft aus? Wie werden Geschäftsprozesse in der lernenden Organisation unterstützt? Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus Sicht der Mitarbeiter? Und welche Rolle spielt Workflow in der Wissensgesellschaft? Dies sind zentrale Themen des Kongresses, die zusammen mit einer Ausstellung von Demonstrationssoftware das Programm abrunden.

Informationen zum Programm und zur Anmeldung

erhalten Sie im WWW http://iundg.informatik.uni-dortmund.de/movekongress.html oder direkt beim

Fachgebiet Informatik und Gesellschaft an der Universität Dortmund, Tel.: (02 31) 7 55 27 79, Fax: (02 31) 7 55 24 05, eMail: just@iug.informatik.uni-dortmund.de.

Dipl.-Inform. Andrea Misch, Informatik und Gesellschaft Universität Dortmund, FB Informatik, D-44221 Dortmund, Tel: +49 (0)231 / 755 5669, Fax: +49 (0)231 / 755 2405, email: misch@iug.informatik.uni-dortmund.de
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