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25 Jahre Beratung für Wissenschaft, Forschung und Politik

03.11.1999 - (idw) GESIS (Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen)

25 Jahre Beratung für Wissenschaft, Forschung und Politik
Das Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) feiert Jubiläum

Das Mannheimer Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) feiert am 4. November sein 25-jähriges Bestehen. Es wurde 1974 auf Antrag einer Forschergruppe um den Mannheimer Politikwissenschaftler Rudolf Wildenmann von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtet und gehört mittlerweile aufgrund seiner überregionalen Bedeutung für die empirischen Sozialwissenschaften der GESIS (Gesellschaft sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen) an.

Im Zentrum der Tätigkeit von ZUMA steht die Beratung von Wissenschaftlern an Hochschulen und sonstigen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen, die sich mit der Planung, Durchführung und Auswertung von Umfragen beschäftigen. Diese Beratung ist Teil der kostenlosen Dienstleistungen, die ZUMA für die akademische Welt erbringt. Darüber hinaus erhebt ZUMA auch eigene Daten und stellt sie der Sozialforschung zur Verfügung. Vor allem die bereits seit 1980 im Turnus von zwei Jahren durchgeführte "Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS)" sowie die jährlich im Rahmen eines Forschungsverbundes in über 30 Ländern durchgeführte Erhebung "International Social Survey Programme (ISSP)", wozu ZUMA den deutschen Teil beiträgt, erfreuen sich einer großen Nachfrage. Die Daten werden sowohl von der Forschung z.B. zur Untersuchung des sozialen Wandels und des internationalen Gesellschaftsvergleichs als auch zur Ausbildung an den Universitäten häufig genutz. ZUMA ist es mit zu verdanken, dass seit kurzer Zeit Daten des Statistischen Bundesamtes in einer speziell für die Forschung konzipierten Form leicht zugänglich sind. Nicht zuletzt trägt ZUMA durch eigene Forschung wesentlich zur Weiterentwicklung sozialwissenschaftlicher Methoden bei.

1997 war ein wichtiges Jahr in der jüngeren Geschichte von ZUMA. Im Auftrag der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung begutachtete der Wissenschaftsrat 1997 die Arbeiten des Instituts und kam zu einer durchweg "guten" bis "sehr guten" Bewertung.

Von 1974 bis 1986 wurde ZUMA von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Seit 1987 ist ZUMA Teil der "Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen", in der drei sozialwissenschaftliche Einrichtungen von überregionaler Bedeutung zusammengeschlosen sind; neben ZUMA gehören zur GESIS noch das Zentralarchiv für empirische Sozialforschung in Köln und das Informationszentrum Sozialwissenschaften in Bonn. Aufgabe der GESIS ist es, die sozialwissenschaftliche Forschung in der Bundesrepublik zu fördern und zu intensivieren. Hierzu sind über 120 Mitarbeiter beschäftigt, darunter annähernd 80 Wissenschaftler. Der Etat der drei GESIS-Institute beträgt circa 22 Millionen Mark.

Die GESIS ist eines von zur Zeit mehr als 70 Instituten, die in der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) zusammengeschlossen sind (ehemals "Blaue Liste") und aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung für die Wissenschaft von Bund und Ländern gemeinsam finanziert werden, wobei für die GESIS 80 Prozent vom Bund und 20 Prozent von den Ländern kommen. Zur Wissenschaftsgemeinschaft gehören unter anderem das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) und das in der Region angesiedelte Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Mannheim wird demnächst gar über zwei Institute verfügen, denn der Wissenschaftsrat hat die Aufnahme des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in die Wissenschaftsgemeinschaft empfohlen.

ZUMA feiert sein Jubiläum im Rahmen eines Festaktes im Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Kreise der heutigen und früheren Mitarbeiter und Kolleginnen und Kollegen aus der akademischen Welt. Auf dem Programm stehen u.a. mehrere Festvorträge, die sich mit der Entwicklung der Empirischen Sozialforschung befassen.

Dr. Paul Lüttinger

Tel.: 0621-1246-268; email: luettinger@zuma-mannheim.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Ph. Mohler, Direktor des ZUMA
Telefon: 0621-1246-173, email: director@zuma-mannheim.de

Prof. Dr. Max Kaase
Vorsitzender des Trägervereins ZUMA e.V.
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Telefon: 030-25491-293; email: maka@medea.wz-berlin.de
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