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Sächsische Hochschulentwicklungskommission berufen

04.11.1999 - (idw) Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, hat am 4. November 1999 die Sächsische Hochschulentwicklungskommission berufen. Nach der Berufung im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst erteilte er der Kommission, die für ein Jahr eingesetzt ist, den Arbeitsauftrag.

Die Mitglieder der Hochschulentwicklungskommission sind: Prof. Dr. Hans N. Weiler, Stanford University, USA, (von 1993 - 1999 Rektor der Viadrina in Frankfurt/Oder) als Vorsitzender; Dr. Norbert Bensel, Daimler-Chrysler-Services (debis) AG, Berlin; Prof. Dr. Werner Deutsch, TU Braunschweig; Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte, Freie Universität Berlin; Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Frankenberg, Universität Mannheim; Prof. Dr. Dr. E. h. Gerhard Heimerl, Universität Stuttgart; Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin; Prof. Dr. Helmuth Möhwald, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam; Prof. Dr. Rüdiger Pohl, Institut für Wirtschaftsforschung Halle e. V.; Prof. Dr. Dr. h. c. Bernd Rüthers, Bottighofen, Schweiz; Dr. Fritz Schaumann, International University Bremen; Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.; Prof. Dr. Otto Spaniol, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Prof. Dr. Dr. h. c. Engelbert Westkämper, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Stuttgart; Prof. Dr. Günther Wildenhain, Universität Rostock.

Nach der Übergabe der Urkunden erläuterte der Sächsische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, den Arbeitsauftrag, der der Kommission erteilt wurde: "Die Kommission wird Empfehlungen zu den Grundrichtungen der strukturellen Weiterentwicklung der Hochschulen, die Personalstärke und die Anzahl personalbezogener Studienplätze sowie die Abgrenzung der Ausbildungsaufgaben von Universitäten und Fachhochschulen erarbeiten." Ziel sei es, die "Hochschullandschaft im nationalen und internationalen Wettbewerb so attraktiv zu gestalten, dass junge Menschen in großer Zahl nach Sachsen kommen". Dabei seien die demografische Entwicklung und die künftigen Anforderungen an die "Wissensgesellschaft von Morgen" zu beachten. Die Hochschulen müssten "den künftigen Anforderungen der Gesellschaft an die wissenschaftliche Weiterbildung" gerecht werden.

Ausgangspunkt für die Tätigkeit der Hochschulentwicklungskommission ist die jetzige Hochschulstruktur mit ihrem traditionellen Profil - insbesondere auch in den Natur- und Ingenieurwissenschaften - und einer breit entfalteten Fächerstruktur der Geistes- und Sozialwissenschaften. Da sich Sachsen "für längere Zeit auf eine angespannte Finanzausstattung" einstellen müsse, gelte es, die "Ressourcen für die Hochschulen angemessen und realistisch" zu bestimmen. "An den vorhandenen Standorten, an denen festgehalten wird", sei durch Konzentration, Kooperation und eine stärkere Vernetzung die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen zu fördern. Die Empfehlungen der Kommission werden etwa innerhalb eines Jahres vorliegen; nach der Hälfte der Zeit wird ein Zwischenbericht erwartet. In dem vom Kabinett am 15. Juni 1999 verabschiedeten Arbeitsauftrag heißt es: Von der Hochschulentwicklungskommission werden inhaltlich und quantitativ konkrete Vorschläge erwartet, die sich für eine praktische Umsetzung im Rahmen der jetzigen Legislaturperiode des Sächsischen Landtags eignen.
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