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Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen im Aufwind

11.11.1999 - (idw) Universität Bremen

Das Technologie-Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen hat sich auch in diesem Jahr sehr positiv entwickelt. Die Forschungsgelder und Infrastrukturförderung von Staat und Wirtschaft sind auf 7,67 Mio. Mark gestiegen, das sind 17% mehr als im Vorjahr. Die Forschungsleistung wird von über 100 Mitarbeiter/innen erbracht, davon sind 10 Hochschullehrer/innen am Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität. Das TZI umfasst die Bereiche Bildverarbeitung, sichere Systeme, Software-Ergonomie und Informationsmanagement, intelligente Systeme sowie digitale Medien und Netze. Auftraggeber sind
öffentliche Institutionen wie Bremische Senatsbehörden, Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, der Verkehrstechnik, der Elektronik und Informationstechnik. Dabei wird zunehmend auch die mittelständische Wirtschaft angesprochen.

Zur Illustration sollen beispielhaft drei Forschungsprojekte des Zentrums skizziert werden:

Das Bremer Umweltinformationssystem dient dazu, den Bürgern über Internet Zugang zu Umwelt-Informationen der Behörden zu geben. Als Intranet-Anwendung wird der behördeninterne Kommunikationsfluss verbessert. Das System vereinigt alle öffentlichen Umweltinformationen, die bisher in unterschiedlichen Bereichen zu finden waren (Wasser/Abwasser, Luft, Natur- und Bodenschutz, Energie). Über eine einheitliche Benutzeroberfläche kann man auf alle Informationen zugreifen.

Das Projekt "Contraband" zielt auf die Nutzung des Landes-Breitbandnetzes zur Kommunikation in der auf Bremen und Bremerhaven verteilten Hafenbehörde. Es ermöglicht Telekonferenzen auf Knopfdruck, d.h. eine direkte audio-visuelle Kommunikation mit parallelem Daten- und Bildaustausch. Damit wird das Gefahrgutmanagement verbessert, das Verladen beschädigter Güter und die Unfallbekämpfung im Hafen erleichtert. Die Beteiligten können anhand von aktuellen Bildinformationen rasch entscheiden.

Das automatisierte Testen einer Satellitensteuerung wurde für den Satelliten "Abrixas" der OHB System GmbH (Bremen) entwickelt. Die Anlage steuert Solargenerator, Stromversorgung und Temperatur verschiedener Systeme und überwacht dabei rund 330 Messwerte. Für den Test wurden die logischen Systemanforderungen und Umgebungskomponenten definiert. Daraus erstellte ein Testwerkzeug automatisch Ereignis-Sequenzen, mit denen das gesamte System (Hard- und Software) untersucht wurde. Der Testtreiber versorgte das System mit Eingabewerten und überwachte die Reaktionen.

Das letzte Projekt ist eine erfolgreiche Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: Es wurde ein deutlicher Sicherheits- und Kostengewinn erzielt, andererseits entstanden aus der Projektarbeit diverse Forschungsergebnisse, die international veröffentlicht wurden. Die ersten beiden Projekte zeigen den großen Nutzen der TZI-Arbeit für öffentliche Leistungen im Bereich von Umwelt und Verkehr. Weitere Informationen beim Technologie-Zentrum Informatik unter der Tel.-Nr. 0421/218-7272 oder -2894 (e-mail info@tzi.de, http://www.tzi.de).
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