Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 15. Dezember 2019 

Hochschulen zum Anfassen

11.11.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Ein voller Erfolg war der erste gemeinsame Informationstag aller münsterschen Hochschulen am Donnerstag, 11. November 1999. Rund 10.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Westfalen, aber auch aus dem Rheinland und aus Niedersachsen waren mit Bus und Bahn nach Münster gereist, um das umfangreiche Studienangebot der sechs münsterschen Hochschulen vor Ort kennen zu lernen.

"Punkte sammeln - studieren in Münster" und "Testen Sie unsere Hochschulen" wurden die Schülerinnen und Schüler an Informationsständen in einem Zelt auf dem Hindenburgplatz aufgefordert, das für viele erste Anlaufstelle war. Wer sich hier mit den nötigen Informationen über die Stadt Münster, die Einrichtungen des Studentenwerks oder das Beratungsangebot des Arbeitsamtes versorgt hatte, steuerte gezielt die Einrichtungen der beteiligten Hochschulen an. Universität, Fachhochschule, Kunstakademie, Musikhochschule, Katholische Fachhochschule und Philosophisch-Theologische Hochschule öffneten ihre regulären Lehrveranstaltungen des laufenden Wintersemesters, boten aber auch zusätzliche Vorträge, Referate, Führungen und Beratungen.

So war die Experimentalvorlesung von Prof. Dr. Ekkehardt Hahn im größten Hörsaal des Fachbereichs Chemie und Pharmazie der Universität Münster mit 800 Hörern restlos überfüllt. Mit natürlichen Stoffen wie Birnenschnaps, Orangensaft und Blut führte der Chemie-Professor den staunenden Schülern chemische Reaktionen vor und demonstrierte "Grundlagen der chemischen Wissenschaft für Goldmacher, Spione, Alkoholiker, Biobauern und Blutspender". 60 Gruppen, doppelt soviel wie im Vorjahr, wurden im Anschluss an die Vorlesung durch die Labore der Chemischen Institute geführt.

Am Fachbereich Oecotrophologie der Fachhochschule Münster konnten die Teilnehmer an einem Geschmackstest teilnehmen. Welche Cocktailsauce schmeckt am besten, die mit Rapsöl oder doch eher die mit Olivenöl? Im Nu fühlten sich die 30 Testpersonen bei diesem Thema nicht mehr wie in einem Labor für Sensorik, in dem wissenschaftliche Tests vorgenommen werden, sondern auch ein wenig wie auf einer Party. Der Fachbereich Sozialwesen der FH lud die jungen Besucher in eine Klangwelt ein, in der selbstgebaute Instrumente aus Ton, Holz und Leder ausprobiert werden konnten und sogar eine Massage angeboten wurde.
Aber auch wissenschaftliche Vorträge und Einführungen in das Studium an den verschiedenen Fachbereichen standen bei allen Hochschulen auf dem Programm und wurden stark frequentiert. Teilweise platzten die Hörsäle und Seminarräume aus allen Nähten, wenn sich 120 Interessierte zum Beispiel am Fachbereich Bauingenieurswesen der FH einen Einführungsvortrag anhören wollen.

Die Busse der Stadtwerke Münster transportierten die Schülerinnen und Schüler kostenlos von einer Hochschuleinrichtung zur nächsten. Das schwarz-grüne Programmheft diente an diesem Tag als Fahrausweis. Bleibende Einblicke in das Studentenleben ermöglichte auch das Studentenwerk: In den Mensen wartete mittags ein preiswertes Essen auf die angehenden Studierenden, von denen sich viele vor der Rückfahrt in ihre Heimatorte bei einem Bummel durch die Innenstadt endgültig davon überzeugten: "Münster ist echt geil!"
uniprotokolle > Nachrichten > Hochschulen zum Anfassen

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/53929/">Hochschulen zum Anfassen </a>