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Die Alternative für die Sommerferien: Sprachkurs in Sibirien

17.11.1999 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

Welcher Student denkt nicht bereits voller Sehnsucht an die nächsten Sommerferien? Ein Angebot des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bietet da eine interessante Alternative zu Sommer, Sonne und Strand: Warum nicht einmal im August oder im September Russisch direkt vor Ort erlernen und dabei neben persönlichen Kontakten wichtige Grundelemente russischer Kultur, Geschichte und Gegenwart kennenlernen? Für Studierende nach der Zwischenprüfung und Graduierte aller Fachrichtungen, mit Ausnahme der Slawisten, bietet der DAAD vierwöchige Sommersprachkursstipendien für Anfänger an Universitäten in Zentralrußland (Rostov) oder Westsibirien (Tomsk) an. Die letzte Woche verbringen die Stipendiaten jeweils in St. Petersburg oder Moskau. Um ein solches Stipendium, das sämtliche Kosten deckt, kann man sich bis zum 31. März 2000 beim DAAD, Referat 325, Kennedyallee 50, 53175 Bonn, bewerben. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen findet man im Internet (http://www.daad.de) unter der Rubrik "Studieren und Forschen im Ausland / Stipendiendatenbank".

Überraschenderweise entpuppten sich die Kursteile in den abgelegenen Provinzhauptstädten für die bisherigen Teilnehmer als die eigentliche Hauptattraktion. "Es war sehr sinnvoll," so die Ansicht eines zurückkehrenden Stipendiaten, "einen Anfängerkurs in eine Region zu schicken, die für viele Europäer nur ein Fleck auf der Landkarte und weitestgehend unbekannt ist. In kurzer Zeit wurde hier ein sehr intensives Bild von Rußland vermittelt, wie es in einer großen, an Touristen gewöhnten Stadt nur schwer möglich gewesen wäre." Eine Rolle spielt dabei sicherlich die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen, die dazu beiträgt, die Verhältnisse und Probleme vor Ort gründlich kennenzulernen, aber auch die "nachhaltigen Eindrücke von der Weite des russischen Landes und der Kargheit sibirischer Dörfer".

Die neuen Erfahrungen, die neben der außergewöhnlichen Flexibilität und einem unvergleichlichen Engagement seitens der Partner in Tomsk und Rostov auch den unerfreulichen Umgang mit russischen Behörden oder gewöhnungsbedürftige Vorschriften nicht ausschließen, haben bislang viele Teilnehmer veranlaßt, für einen längeren Aufenthalt zurückzukehren. So scheint es sich für die Stipendiaten gelohnt zu haben, die Exotik der Bescheidenheit dem gewohnten Komfort vorzuziehen, wie sich aus dem Resumée einer Stipendiatin folgern läßt: "Ich glaube, dies war mein bisher schönster Auslandsaufenthalt".

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