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Forscher wollen Zuverlässigkeit beim Kommissionieren verbessern

17.11.1999 - (idw) Universität Dortmund

Fehler in der Kommissionierung betreffen interne wie externe Kunden-Lieferanten-Beziehungen. Sie beeinträchtigen die Produktion wie die Kundenzufriedenheit. ESAT, ein Forschungsprojekt der Universität Dortmund, soll jetzt dafür sorgen, dass es bei den komplizierten Verteilvorgängen zu weniger Fehlern durch menschliche Irrtümer oder Überforderungen kommt.

Kommissioniertätigkeiten - das Wort aus der Wirtschaftssprache beschreibt nicht nur die Versorgung der Absatzmärkte, also die Lieferung von Waren und Gütern an den Verbraucher. Von Kommissionieren ist auch die Rede, wenn es im Betrieb zum Beispiel um die Zuteilung von gelieferten Bauteilen für die Montage geht. Was gebraucht wird, soll zur rechten Zeit in der exakten Menge am richtigen Ort sein.
In der Praxis stößt die Reduzierung von manuellen Fehlern häufig auf methodische Schwierigkeiten. Bislang existieren keine geeigneten analytischen Hilfsmittel, mit denen zum einen die Wahrscheinlichkeit von Fehlhandlungen eines Mitarbeiters bei bekannten Randbedingungen ermittelt werden kann und zum anderen eine Identifizierung von Schwachstellen im Kommissioniersystem selbst möglich ist.

Zu diesem Zweck wird in einem Forschungsprojekt das analytische Verfahren ESAT (Experten-System zur Aufgaben-Taxonomie) am Beispiel der Kommissionierung für einen Einsatz in logistischen Bereichen angepaßt. Die Weiterentwicklung soll es dem betrieblichen Planer ermöglichen, durch eine standardisierte Beschreibung manueller Kommissioniertätigkeiten konkrete Angaben über die Fehlhandlungs-wahrscheinlichkeiten der beteiligten Mitarbeiter zu bekommen. Durch die Möglichkeit, Sensitivitätsanalysen durchzuführen, wird der Planer zudem in die Lage versetzt, wirkungsvolle Gestaltungsmaßnahmen zu identifizieren und deren Nutzen für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu quantifizieren.

Zur praxisbezogenen Begleitung des Forschungsprojektes wird ein Arbeitskreis installiert, in dem sich interessierte Unternehmen bei der Erweiterung und der Validierung des Verfahrens beteiligen können. Die Ergebnisse werden den beteiligten Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Andreas Lolling, Universität Dortmund, Lehrstuhl für Fertigungsvorbereitung, Leonhard-Euler-Straße 5, 44227 Dortmund, Ruf 0231-755-4844. Fax: 0231-755-2649, e-mail: lolling@lfv.mb.uni-dortmund.de
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