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Die Ostsee als Kontaktzone: Graduiertenkolleg zu Fremdheit und Integration im Ostseeraum

18.11.1999 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Viele Professoren (alle bis auf einen Rechtsphilosophen aus der Philosophischen Fakultät) erobern ein Kolleg für neun Graduierte. Laufzeit drei Jahre. Beginn 1. Mai 2000 für fünf Doktoranden, einen Promovierten, ab 2001 für weitere drei Doktoranden


Ein Ostseekönig verabschiedet Fremde (aus Olaus Magnus: »Geschichte der mitternächtigen Länder«, Bd. 1, 1579) Ab dem nächsten Mai dürfen sich fünf Doktoranden und ein promovierter Greifswaldwilliger im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für drei Jahre genehmigten Graduiertenkolleg "Kontakzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum" weiterqualifizieren. Zunächst, wie in GKs üblich, für zwei Jahre. Wenn sie sich eingelebt haben, kommen ab 2001 drei Neue noch hinzu.

Geteilter Glaube der Beteiligten gleich vielfache Stärke. Vom warmen DFG-Regen erfrischt wurden die Professoren Michael North (Neuzeitgeschichte, als Sprecher), Ernst Badstübner (Kunstgeschichte), Walter Baumgartner (Nordische Literatur), Manfred Bornewasser (Sozial-Arbeits-Organisationspsychologie), Erk Volkmar Heyen (Verwaltungsgeschichte und Rechtsphilosophie), Ulrike Jekutsch (Slawische Literatur), Christian Lübke (Osteuropäische Geschichte), Jens E. Olesen (Nordische Geschichte), Jochen Dieter Range (Baltologie), Karl-Heinz Spieß (Mittelaltergeschichte), Werner Stegmaier (Praktische Philosophie), Horst Wernicke (Hansegeschichte).

Jeder Stipendiat wird anfangs also mindestens zwei Betreuer haben.

Diese zwölf Betreuer nennen Themen für "konkrete Arbeitsvorhaben": a) Rezeption und Konzeption des Fremden in religiösen, philosophischen, rechtlichen und literarischen Texten sowie in historischen Quellen; b) Entstehung des Bildes vom Fremden und Verfestigung von Stereotypen; c) Funktion des Fremden bei der Identitätsbildung (individuell, regional, überregional); d) fremde Elemente in Kultur und Lebensordnung (Kunst, Musik, Sprache, Philosophie, Politik, Verwaltung, Geschichtsbewußtsein), e) Faktoren der Ablehnung und Ausgrenzung von Fremden; f) Entwicklung und Funktion supranationaler Gemeinsamkeiten; g) Ebenen und Schauplätze der Integration.

Greifswald wird für die Kollegiaten hoffentlich ein schönes g) werden.

Information:
Prof. Dr. Michael North, Historisches Institut, Domstr. 9a,
17487 Greifswald, Tel. 03834-86-3308, Fax 03834-86-3305,
e-mail: north@uni-greifswald.de
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