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Forschungsprojekt zur Trinkwassersicherung an der Küste

19.11.1999 - (idw) Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Die Bereitstellung von Trinkwasser wird eines der vorrangigsten Probleme des kommenden Jahrhunderts sein. Betroffen sind davon auch die Nordseeinseln. Ziel des Oldenburger Forschungsvorhabens ist es, eine praktikable Konzeption für eine dauerhafte umweltschonende Grundwasser- und Bodenbewirtschaftung zu erarbeiten.

Die Gewinnung und Bereitstellung von Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität wird eines der vorrangigsten und schwierigsten Probleme des kommenden Jahrhunderts sein. Betroffen sind davon auch die Nordseeinseln, die ihr Trinkwasser aus Süßwasserlinsen gewinnen, die natürlicherweise durch Salzwasser, aber auch durch anthropogene und naturgebundene Schadstoffe und durch zu hohe Ausbeutung bedroht sein können. Dies ist der Hintergrund eines interdisziplinären Forschungsprojekts auf den ostfriesischen Inseln Norderney und Langeoog sowie im Harlingerland, an dem WissenschaftlerInnen der Universitäten Oldenburg (Prof. Dr. Peter Janiesch, Arbeitsgruppe Pflanzenökologie), Braunschweig (Prof. Dr. Jörg Wolff, Arbeitsgruppe Grundwasser und Boden) und Hannover (Prof. Dr. Richard Pott, Institut für Geobotanik, sowie Prof. Dr. Georgios Magoulas, Forschungsstelle Recht, Ökonomie und Umweltrecht) beteiligt sind. Das Projekt, das mit insgesamt 1,5 Mio. DM von der VW-Stiftung, der Stadt Nordeney und dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband finanziert wird, wurde heute auf Norderney der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, eine praktikable Konzeption für eine dauerhafte umweltschonende Grundwasser- und Bodenbewirtschaftung unter Beachtung der Belastbarkeit der Küstenlandschaft erarbeiten. Im Verbund von Hydrologie, Geobotanik, Pflanzenökologie und Sozioökonomie sollen außerdem ökologische Auswirkungen der Grundwasserbewirtschaftung und deren umweltökonomische und sozioökonomische Auswirkungen analysiert und nachhaltige umwelt- und sozialverträgliche Lösungsstrategien entwickelt werden, die auch auf andere Küstenregionen übertragbar sein sind. Dazu ist die Zusammenarbeit der beteiligten Disziplinen mit den örtlichen Verwaltungen, mit Dienstleistungsunternehmen, Landwirten und Naturschützern vorgesehen.

Kontakt: Prof. Dr. Peter Janiesch, Fachbereich Biologie-, Geo- und Umweltwissenschaften, AG Pflanzenökologie, Tel. 0441/798-3333, Fax: -3331, E-Mail: janiesch@uni-oldenburg.de
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