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Deutsch-Polnische Konferenz zur Plasmadiagnostik im IPP Greifswald

29.08.2002 - (idw) Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Vom 4. bis 6. September 2002 wird das Teilinstitut Greifswald des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) die "Deutsch-Polnische Konferenz über Plasmadiagnostik" veranstalten. Wissenschaftler, Ingenieure und Studenten aus aller Welt, insbesondere aus den Ländern Zentral- und Osteuropas, werden sich über Fragen der Plasmadiagnostik austauschen.

Über 100 Teilnehmer aus 19 Ländern und vier Kontinenten werden in Greifswald erwartet. Hier wird im IPP gegenwärtig das Fusionsexperiment WENDELSTEIN 7-X errichtet. Ziel der Fusionsforschung ist es, die Energieproduktion der Sonne auf der Erde nachzuvollziehen und aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen. Der Brennstoff künftiger Fusionskraftwerke ist ein dünnes, extrem heißes und ionisiertes Gas - ein Plasma - mit Temperaturen von vielen Millionen Grad. Zur Bestimmung seiner Eigenschaften sind besondere Messmethoden notwendig. Rund 60 Messgeräte werden das Plasma an WENDELSTEIN 7-X untersuchen. Neben der Diagnostik von Fusionsplasmen wird die Konferenz ebenso Messverfahren an kosmischen Plasmen und technischen Niedertemperaturplasmen behandeln.

Den IPP-Wissenschaftlern bietet die Konferenz die Möglichkeit, sich mit Plasmadiagnostik-Spezialisten aus aller Welt, darunter auch Mitarbeitern des Instituts für Physik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität und des Greifswalder Instituts für Niedertemperatur-Plasmaphysik, über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. Die Konferenzteilnehmer haben zudem die Gelegenheit, das neue Forschungsinstitut in Greifswald und das Projekt WENDELSTEIN 7-X kennenzulernen. Zugleich wird um Mitarbeit auf dem Gebiet der Plasmadiagnostik geworben.

Mit Polen als Hauptpartner der Konferenz werden auch die Erfahrungen dieser Forschergemeinschaft berücksichtigt, die so ebenfalls in den Entwicklungsprozess der Diagnostik für WENDELSTEIN 7-X einbezogen werden sollen. Damit könnte die Tagung Ausgangspunkt für eine engere deutsch-polnische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Plasmadiagnostik werden.

Die Konferenz wird am 4. September um 8.30 Uhr in Anwesenheit von Forschungsminister Prof. Dr. Peter Kauffold sowie einem Vertreter des polnischen Forschungsministeriums eröffnet.
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