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Marie 2000 - Probleme junger Frauen

10.03.2000 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Am 18. März findet die Magdeburger Arbeitstagung Reproduktionsmedizin, Interdisziplinäre Andrologie und Endokrinologie (kurz "MARIE" genannt) statt. Schwerpunkte der Tagung werden verschiedene Aspekte der Familienplanung, die Kinderwunschbehandlung durch künstliche Fortpflanzung, der Einsatz neuer Medikamente für das Klimakterium und die Lasertherapie beim "Damenbart" sein.

Ein besonderes Anliegen ist Klinikdirektor und Tagungsleiter, Professor Jürgen Kleinstein, in diesem Jahr die Diskussion über das Thema Endometriose. Diese gutartige Erkrankung ist besonders häufig bei jungen Frauen mit schmerzhaften Monatsblutungen und ungewollter Kinderlosigkeit anzutreffen. Die Schmerzen während der Monatsblutung zwingen zur Einnahme von Schmerzmitteln und häufig genug sind die Schmerzen so stark, dass betroffene Frauen ihrer gewohnten Arbeit nicht nachgehen können. Für Professor Kleinstein ist der Meinungsaustausch mit den Frauenärzten über die Behandlung der Endometriose wichtig, weil trotz gewisser Behandlungserfolge durch verbesserte Operationstechniken und neuer Medikamente die Erkenntnis besteht, dass sowohl die Operation als auch die medikamentösen Behandlungserfolge zeitlich limitiert sind und dass die Erkrankung durch eine hohe Rezidivrate gekennzeichnet ist.

Eine hohe Aktualität besitzt der Vortrag von Professor Felberbaum aus Lübeck über die Möglichkeiten einer Erweiterung des Therapiekonzeptes beim klimakterischen Syndrom durch männliche Hormone (Androgene). Durch diesen Zusatz sollen Frauen in dieser Lebensphase ein größeres Wohlbefinden und verbessertes Lebensgefühl erfahren. Neue Medikamente ermöglichen dabei eine gezielte Behandlung der Hitzewallungen und der Schlaflosigkeit im Klimakterium. Gleichzeitig wird dem vorzeitigen Knochensubstanzverlust vorgebeugt. Nachweislich führen diese Medikamente zu einer Risikoverminderung des Brustdrüsenkrebses.

Auf der Tagung stellt Dr. Jens Ulrich ein neues Behandlungskonzept zur Beseitigung des "Damenbartes" vor. Durch neue Lasertechniken können die lästigen Haare im Gesichtsbereich mit guten Ergebnissen beseitigt werden, wenn eine Hormontherapie zu keiner Besserung geführt hat. In diesem Zusammenhang dürfte der Vertrag über die Hormontherapie in der Praxis von Dr. Harlfinger aus Mainz für die anwesenden Frauenärzte bedeutsam sein. Umrahmt wird der Tagungsablauf durch einen Vortrag zur Familienpolitik in Sachsen-Anhalt (Dr. Schunke, Sozialministerium) und durch die Darstellung interessanter Fälle aus der Praxis.

Es ist bereits das dritte Mal, das die Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Universität Magdeburg jeweils zum Frühjahrsbeginn niedergelassene Frauenärzte und Klinikärzte zu aktuellen Problemen des Fachgebietes einlädt. Im vergangenen Jahr hatten etwa 130 Gynäkologen aus Sachsen-Anhalt an dieser Fortbildung teilgenommen. Für MARIE 2000 rechnen die Veranstalter mit einer noch höheren Besucherresonanz.
Die MARIE-Tagung findet am Sonnabend, 18. März 2000, von 9 Uhr bis 17 Uhr im Tagungshotel Herrenkrug, Magdeburg, Herrenkrugstraße, Tel. 0391/85080, statt.

Weitere Auskünfte erteilt gern:
Tagungsleiter Professor Jürgen Kleinstein, Direktor der Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gerhart-Hauptmann-Str. 35, 39108 Magdeburg, Tel. 0391/67 17390, FAX 0391/67 17389
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