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Barrieren überwinden

13.03.2000 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Weltweit nutzen täglich mehrere Millionen Menschen das Internet. Auf dem Weg zum Massenmedium hat das Internet vor allem in Europa aber noch einige Barrieren zu überwinden. Vor allem mangelt es hierzulande im Vergleich zu den USA an der Erschwinglichkeit: Für das "Surfen im Netz" sind Privatpersonen auf das Telefonkabel angewiesen, was wegen der Gebühren im lokalen Bereich teuer werden kann. Auf einer Tagung in Münster wollen Experten aus dem In- und Ausland am 7. April 2000 untersuchen, auf welche Art und Weise in Deutschland und Europa eine "Grundversorgung" der Bevölkerung mit Informationen durch das Internet sichergestellt werden kann.

Wissenschaftler und Politiker sind sich einig, dass das Internet in den nächsten Jahren die Art und Weise verändern wird, in der Menschen miteinander kommunizieren, wie Kinder und Jugendliche ausgebildet und wie Verbraucher Güter und Dienstleistungen erwerben werden. Für Prof. Dr. Bernd Holznagel vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster, der den Experten-Workshop gemeinsam mit Prof. Dr. Stefaan Verhulst von der Universität Oxford veranstaltet, muss das neue Medium "für jedermann finanziell erschwinglich und in seinem Lebensumfeld zugänglich sein". Er sieht die Gefahr, "dass bedeutende Bevölkerungskreise aus Kostengründen nicht oder doch nur begrenzt an den neuen Entwicklungen der Informationsgesellschaft teilhaben können". Mit einer Aufteilung der Gesellschaft in Informations-Besitzer und diejenigen, die von diesen Informationen ausgeschlossen seien, könne sich aber eine Demokratie nicht abfinden.

Im Rahmen der Tagung im münsterschen Stadtweinhaus, die von dem Online-Anbieter "AOL Europe" unterstützt wird, sollen im ersten Teil Faktoren ermittelt werden, die den Gebrauch des Internet aus Sicht der Nutzer beeinflussen. Anschließend werden die gesellschaftspolitischen und ökonomischen Auswirkungen herausgearbeitet, die ein für breite Bevölkerungskreise attraktiver Internet-Zugang zur Folge hätte. Im dritten Teil wollen die Experten Strategien zur Ausweitung des Internet-Zugangs durch neue Preismodelle, wie zum Beispiel eine pauschale "Flatrate", durch Nutzung anderer Übertragungsmedien, wie Kabel oder Digital-TV, sowie durch staatliche Förderung diskutieren. Schließlich geht es, wiederum aus international vergleichender Perspektive, um die Durchsetzbarkeit dieser Vorschläge.


Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl allerdings begrenzt, so dass eine Anmeldung erforderlich ist. Weitere Informationen und Online-Anmeldung im Internet unter der Adresse:
http://www.uni-muenster.de/Jura.tkr/veranstaltungen/workshop/anmeldung.html
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