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Universität Würzburg erhält Stiftungsprofessur für Reha-Wissenschaft

13.03.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation chronisch Kranker gewinnt immer mehr an Bedeutung. In der Wissenschaft entwickelt sie sich außerdem zunehmend zu einem eigenständigen Forschungs- und Lehrgebiet. Um dem Rechnung zu tragen, wird an der Universität Würzburg eine Stiftungsprofessur für Rehabilitationswissenschaft eingerichtet.

Stifter sind die Landesversicherungsanstalt (LVA) Unterfranken und der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR). Die beiden Institutionen wollen dazu beitragen, dass das Thema Rehabilitation dauerhaft in Lehre und Forschung an der Universität Würzburg verankert wird. Der Stiftungsvertrag wurde am Rande des 9. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquiums unterzeichnet, das vom 13. bis 15. März im Philosophiegebäude der Universität am Hubland stattfindet. Es unterschrieben Kanzler Bruno Forster, der Erste Direktor der LVA Unterfranken, Manfred Adami, und der Geschäftsführer des VDR, Prof. Dr. Franz Ruland.

Die Reha-Professur wird dem Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie in der Medizinischen Fakultät angegliedert. Die Stifter finanzieren die Stellen für einen C3-Professor und einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie eine halbe Stelle für eine Verwaltungskraft, und zwar für die Dauer von fünf Jahren. Danach gewährleistet die Universität die Fortführung der Professur. Die Professorenstelle wurde bereits ausgeschrieben.

Zu den Aufgaben der Professur wird unter anderem die Bearbeitung rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsfragen gehören, und zwar in Zusammenarbeit mit den Reha-Trägern und mit Einrichtungen der Reha-Praxis. Sie soll zudem die Interdisziplinarität des Faches stärken und das universitäre Lehr- und Weiterbildungsangebot in Medizin und Psychologie mit rehabilitationswissenschaftlichen Veranstaltungen erweitern.

Außerdem wird der Inhaber der Professur im Reha-Forschungsverbund Bayern mitarbeiten. Dieser Verbund wurde im Rahmen eines Förderprogramms gegründet, mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Rentenversicherung die Rehabilitationswissenschaft bundesweit voranbringen wollen. Der Forschungsverbund, dessen Geschäftsstelle sich am Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg befindet, hat seine Arbeit 1998 aufgenommen. Unter dem Titel "Patienten in der Rehabilitation" beinhaltet er 13 Projekte, die vor allem Fragen der Motivation, der Krankheitsbewältigung, der Intervention und der Evaluierung untersuchen.
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