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Industrie und Wissenschaft arbeiten Hand in Hand

14.03.2000 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

IHK Ostthüringen und Uni Jena unterzeichnen heute Kooperationsvereinbarung

Jena (14.03.00) Eine neue Qualität soll die weitere Zusammenarbeit zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostthüringen zu Gera und der Friedrich-Schiller-Universität Jena durch eine neue Rahmenvereinbarung erhalten. Künftig wolle man noch enger zusammenarbeiten, betonten Universitäts-Rektor Prof. Dr. Georg Machnik und IHK-Präsident Dr. h. c. Lothar Späth heute bei der Unterzeichnung. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Resultate aus Forschung und technologischer Entwicklung zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft und zur Initiierung anwendungsrelevanter Forschungsansätze zu nutzen.

Die Kooperation zwischen Industrie und Universitäten ist in der heutigen Zeit ein substanzielles Erfordernis für beide Seiten, hob Uni-Rektor Prof. Machnik hervor. Die hier begonnene so genannte Public Private Partnership - also die zielgerichtete wissenschaftliche Kooperation zweier gleichberechtigter Partner aus Industrie und öffentlich gefördertem Wissenschaftsbereich - führe zu enormen Chancen, Innovationen und damit Arbeitsplätze zu schaffen.

Dr. Lothar Späth wies darauf hin, dass neben der Abstimmung der Aus- und Weiterbildungsangebote beider Einrichtungen ein wichtiges Anliegen die Forcierung und Begleitung interessanter Gründerinitiativen sei. Für bestehende Unternehmen biete die Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern außerdem die Möglichkeit, neueste Forschungsergebnisse und dienstleistungsrelevante Angebote in die Unternehmen schnell zu transferieren. Hier stehe die Universität vor neuen Herausforderungen und gebe den Unternehmen die Möglichkeit, Wachstumspotenziale in Ostthüringen und für Deutschland ingesamt zu erschließen.

Durch den Rückgriff der Unternehmen auf externes Wissen würden die betriebseigenen Forschungsaufgaben deutlich vermindert, benannte Rektor Machnik einen weiteren Vorteil der Zusammenarbeit. Er forderte die Industrie auf, weitere Kooperationen mit der Universität zu suchen. Für die Universität bedeute dies "keinen Rückzug aus der für uns originären Grundlagenforschung, sondern es bedeutet eher, jene aus einer angewandten Forschung resultierenden Möglichkeiten nicht nur für diese, sondern für die Grundlagenforschung neu zu erschließen", sagte der Rektor.

Dies bestätigte auch Kammerpräsident Lothar Späth, der außerdem betonte, dass Unternehmer mit ihren Erfahrungen gute Partner seien, wissenschaftliche Projekte anzuregen und auch über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Den Hochschullehrern der Jenaer Universität unterbreitete der Kammerpräsident das Angebot, selbst an der Seite des Unternehmers Erfahrungen als Unternehmer "auf Zeit" zu sammeln. Mit Interesse werde die Universität diese Möglichkeit prüfen, antwortete Prof. Machnik, der zudem darauf verwies, dass an der Fried-rich-Schiller-Universität bereits vielfältige Projekte angesiedelt sind, die potenziellen Firmengründern den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern.

"Unter diesen Vorzeichen ist der Erfolg unserer Vereinbarung absehbar, denn ich denke, dieser Vertrag knebelt keinen, lässt den Partnern Freiräume und bindet gemeinsame Vorhaben zum gegenseitigen Nutzen", so Dr. Späth im Einklang mit dem Rektor.


Friedrich-Schiller-Universität
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