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Schwierige Beziehung zwischen Mutter und Embryo

15.03.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Eine werdende Mutter sieht den Embryo in ihrem Körper als ihr Kind an. Ganz anders verhält sich da ihr Immunsystem, denn es betrachtet den kleinen Menschen einfach nur als körperfremdes Gewebe. Doch der Embryo kann den Attacken des Immunsystems entgehen. Wie er das schafft, hat die Wissenschaft erst teilweise herausgefunden.

Zu diesem Thema findet am Samstag, 25. März, im Hörsaal der Frauenklinik der Universität Würzburg eine internationale Konferenz statt. Sie heißt "Immunology meets Reproduction", wörtlich zu übersetzen mit "Immunologie trifft Fortpflanzung", wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt und von voraussichtlich rund 40 Teilnehmern besucht. Zehn Wissenschaftler aus dem In- und Ausland werden über die Ergebnisse ihrer Forschung berichten.

Im Mittelpunkt stehen die Anpassung des mütterlichen Organismus an die Einnistung und Entwicklung des Embryos in der frühen Schwangerschaft, die Kommunikation zwischen dem Embryo und dem Gewebe der Mutter sowie die Duldung des Embryos als ein körperfremder Bestandteil. Die erfolgreiche Einnistung und weitere Entwicklung des Embryos in der Gebärmutterschleimhaut stellt einen äußerst komplexen Vorgang dar, und entsprechend werden Experten aus Genetik, Hormonwissenschaft, Immunologie und Geburtshilfe zu Wort kommen.

Ist die Anpassung des mütterlichen Organismus an die Schwangerschaft gestört, kann dies einen Abgang des Embryos zur Folge haben. Daher widmet sich ein weiterer Schwerpunkt der Tagung der Frage, in welchem Umfang das Immunsystem der Mutter für das Entstehen dieser Fehlgeburt verantwortlich ist. Außerdem soll diskutiert werden, ob die Abwehrzellen im Falle eines Abgangs aktiver und aggressiver sind als bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft.

Die Konferenz soll auch dazu dienen, die Zusammenarbeit zwischen der an der Würzburger Frauenklinik etablierten Forschungsgruppe, die sich mit der Immunologie der Frühschwangerschaft befasst, und anderen Arbeitsgruppen des In- und Auslandes zu vertiefen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Johannes Dietl, T (0931) 201-5250, Fax (0931) 201-3406, E-Mail:
j.dietl@mail.uni-wuerzburg.de
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