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Informatiker simulieren mit Hilfe von Agenten

15.03.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Eine Gesellschaft, die aus mehr oder weniger selbstständigen Einheiten besteht, welche sich auf dem Verhandlungsweg auf ein gemeinsames Vorgehen einigen - dieses Vorbild erscheint für den menschlichen Bereich geradezu utopisch. Dagegen stellt es für die Entwicklung von Software-Systemen einen neuen, Erfolg versprechenden Ausgangspunkt dar. Um diesen Aspekt der Informatik dreht sich ein Workshop in Würzburg.

Das genannte Vorbild eröffnet nicht nur für die Steuerung komplexer Prozesse neue Möglichkeiten, sondern auch für die Modellierung und Simulation natürlicher Gesellschaften, zum Beispiel Insektenstaaten, oder technischer Systeme, die in eine Umgebung mit Menschen integriert werden sollen. Mit den dabei möglichen Simulationsmethoden und -anwendungen beschäftigt sich der Workshop "Multiagentensysteme und individuenbasierte Simulation", der am Montag und Dienstag, 20. und 21. März, im Institut für Informatik der Universität Würzburg am Hubland stattfindet.

Veranstalter sind die Fachgruppen "Verteilte Systeme und Parallele Prozesse" und "Simulation und Künstliche Intelligenz" der Arbeitsgemeinschaft Simulation (ASIM). Die Organisation liegt beim Würzburger Lehrstuhl für Informatik VI.

Ausgehend von 14 Vorträgen werden die voraussichtlich etwa 30 Teilnehmer neue, auf Agenten basierende Verfahren zur Steuerung von Simulationsexperimenten und zur Optimierung von Simulationsmodellen diskutieren. Mit "Agenten" meinen die Informatiker allerdings keine Leute vom Geheimdienst, sondern "handelnde Einheiten" im Sinne der eingangs genannten abstrakten Gesellschaft.

Die Anwendung des Agentenprinzips bei der Simulation von Verkehrs-, Handels- und Wirtschaftsszenarien oder von biologischen Systemen bildet einen weiteren Schwerpunkt des Workshops. Die dabei verwendete Form der individuenbasierten Simulation, bei der die Einzelteile des Modells als Agenten aufgefasst und auch als solche individuelle Einheiten modelliert werden, gilt als sehr aufwendig und rechenintensiv.

Weitere Informationen: Diplom-Informatikerin Franziska Klügl, T (0931) 888-6742, Fax (0931) 888-6732, E-Mail:
kluegl@informatik.uni-wuerzburg.de
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