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Helmholtz-Gemeinschaft auf der Hannover Messe

15.03.2000 - (idw) Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Innovationen aus 8 der 16 Helmholtz-Zentren werden zur Hannover Messe vom 20. bis 25. März in der Forschungshalle 18 vorgestellt. Exponate aus den HGF-Forschungsbereichen Gesundheit, Umwelt- und Geoforschung, Weltraum und Verkehr sowie Schlüsseltechnologien präsentiert die HGF auf dem Stand des BMBF. Dort stellen aus: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, GeoForschungsZentrum Potsdam, GKSS-Forschungszentrum Geesthacht, Forschungszentrum Karlsruhe und UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle. Weitere Präsentationen der Helmholtz-Gemeinschaft sind die des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, das auf seinem Stand mit irdischen Anwendungen von Raumfahrt-Technologien aufwartet sowie des Forschungszentrums Jülich und des Hahn-Meitner-Insituts Berlin, die Forschungsergebnisse aus dem HGF-Forschungsbereich Energie zeigen.

HELMHOLTZ-GEMEINSCHAFT ZUR HANNOVER-MESSE

Auch FELIX und SAFIRA sind dabei -
HGF zeigt Exponate aus 5 Forschungsbereichen

B o n n / H a n n o v e r. Das sprachgesteuerte Endoskop FELIX unterstützt Chirurgen bei Herzoperationen und gehört wie das Grundwassersanierungssystem SAFIRA zur Präsentation der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) auf der Hannover-Messe vom 20. bis 25. März 2000. Mit den Exponaten, die auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Halle 18, Stand E 10) gezeigt werden, sind die HGF-Forschungsbereiche Gesundheit, Umwelt- und Geoforschung, Weltraum und Verkehr sowie Schlüsseltechnologien repräsentiert.

Für das System FELIX (Fernsteuerbares Leitsystem für die minimalinvasive Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie) aus dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) ist ein spezielles Sprachsteuerungssystem entwickelt worden. Über ein Mikrofon kann die Bewegung des Endoskops im Körper gesteuert werden. Assistenten, die bisher zum Bedienen der Instrumente benötigt wurden, können andere Aufgaben wahrnehmen.

Die Bitterfelder Pilotanlage SAFIRA zur Sanierungsforschung in regional kontaminierten Aquiferen aus dem UFZ-Umweltforschungszentrum Halle-Leipzig ist ein sowohl interdisziplinäres als auch internationales Forschungsprojekt. Es soll zeigen, wie Gefahren, die von Grundwasserschädigungen infolge industrieller Tätigkeit (Eindringen von chlorierten Kohlenwasserstoffen) ausgehen, gebannt werden können.

Ein neues Fügeverfahren speziell für den Einsatz im Leichtbau wird vom GKSS-Forschungszentrum Geesthacht vorgestellt. Das ursprünglich in England entwickelte Verfahren des Reibrührschweißens (Friction Stir Welding, kurz FSW) wurde in Geesthacht für Industrieroboter weiterentwickelt. Es benötigt keine Schutzgasatmosphäre und nur wenig Energie, ist gut reproduzier-bar und kommt ohne vorbereitende Oberflächenbehandlung aus. Nach erfolgreichem Einsatz im Schiffbau und in der Raumfahrtindustrie wird nun an der Anwendung im Flugzeug- und Automobilbau gearbeitet.

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) präsentiert Automatisierungstechnik für die Tumordiagnostik. Mit spezifischen DNS-Chips ist es möglich, verloren gegangenen oder hinzugekommenen Chromosomenbruchstücken im Genom von Tu-morzellen auf die Spur zu kommen. Solche Ver-änderungen können entscheidende Hinweise auf den Verlauf von Erkrankungen geben.

Das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) informiert mit dem Satelliten CHAMP (Challenging Mini-Satellite Payload for Geosciences and Application) über eine unmittelbar bevorstehende Mission zur Vermessung des Erdschwerefeldes, zur Untersuchung des Erdmagnetfeldes sowie zur Sondierung der Erdatmosphäre und Ionosphäre. Der vom Deutschen Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene Satellit wird am 28. April 2000 in Russland gestartet.

Weitere Exponate an Zentren-Ständen

Eine Vielzahl von Innovationen aus dem HGF-Forschungsbereich Weltraum und Verkehr stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf seinem Stand (Halle 18, G 11) vor. Zu den irdischen Anwendungen von Raumfahrt-Technologien, gehört eine neue Generation von Leichtbaurobotern mit integrierter Sensorik und ein satelliten-basiertes Früherkennungssystem für Waldbrände.

Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) präsentiert Beiträge zum HGF-Forschungsbereich Energie (Halle 18, Stand J 04). Dazu zählen die Festoxid-Brennstoffzelle SOFC und die Direkt-Methanol-Brenn-stoffzelle DMFC sowie das autonome emissionsfreie Energieversorgungssystem Phoebus.
Energieforschung ist auch das Thema des Hahn-Meitner-Instituts Berlin (HMI). Es demonstriert eine Mess-methode zur Charakterisierung von Solarzellen (Halle 18, Stand 11.15, 1. OG).

Unter dem klangvollen Namen MARIA stellt das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) auf seinem Technologie-Transfer-Stand (Halle 18, H 19) einen Magnetseparator aus, mit dem paramagnetische Partikel aus Abwässern entfernt werden können. Außerdem offeriert das FZK potenziellen Industrie-Partnern mit ConTherm eine Messtechnik zur zerstörungsfreien Prüfung von Verbundwerkstoffen.


HGF-Pressereferat, Bonn-Bad Godesberg, den 15.3.2000
Telefon: (0228) 30818-21, Telefax: (0228) 30809-40
Internet: www.helmholtz.de, E-mail: hgf@helmholtz.de
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