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Campus-TV über Brustkrebs: Heidelberger Wissenschaftler stellen neueste Forschungstrends dar

16.03.2000 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Das Hochschul- und Forschungsmagazin aus dem Rhein-Neckar-Dreieck berichtet über die Brustsprechstunde an der Frauenklinik der Universität Heidelberg und über eine neue Lasertechnik, mit der Dr. Markus Sauer Tumormarker für Brustkrebs schon bei allerkleinsten Mengen im Blut nachweisen will - Außerdem: Wie weit warf der Homo heidelbergensis mit dem Speer? - Erstsendung am 21. März 2000 um 20.30 Uhr auf RNFplus

Das beherrschende Thema von Campus-TV im März ist das Mammakarzinom. Zur Zeit erkrankt etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs, und noch immer sterben viele Patientinnen an dieser tückischen Krankheit. Kein Wunder also, dass Ärzte und Forscher versuchen, dem Brustkrebs auf die Spur zu kommen. Das Hochschul- und Forschungsmagazin aus dem Rhein-Neckar-Dreieck berichtet in seiner März-Sendung über die Brustsprechstunde an der Frauenklinik der Universität Heidelberg und über eine neue Lasertechnik, mit der Dr. Markus Sauer vom Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg Tumormarker für Brustkrebs schon bei kleinsten Mengen im Blut nachweisen will. Weitere Themen sind das Schmerztelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums und neue Forschungen Mannheimer Geologen. Außerdem fragt das TV-Magazin: Wie weit warf der Homo heidelbergensis mit dem Speer? Erstmals wird die Sendung am 21. März 2000 um 20.30 Uhr auf RNFplus ausgestrahlt.

Regelmäßiges Röntgen der Brust ist noch immer die zuverlässigste Methode

Das vordringliche Problem bei Brustkrebs ist die frühzeitige Erkennung. An der Frauenklinik der Universität Heidelberg wurde deshalb eine Brustsprechstunde eingerichtet. Dort können Frauen sich informieren und beraten lassen. Das regelmäßige Röntgen der Brust ist noch immer die zuverlässigste Methode, rechtzeitig einen Brustkrebs zu entdecken. Die Heidelberger Kliniker legen deshalb an ihre Geräte, aber auch an Personal und Ärzte allerhöchste Qualitätsmaßstäbe an. Campus-TV hatte Gelegenheit, dem Chef der Frauenklinik, Prof. Gunther Bastert, bei einer Krebsoperation über die Schulter zu schauen.

Heilungschancen würden um ein Vielfaches gesteigert

Mit Brustkrebs befasst sich auch Dr. Markus Sauer am Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg. Mit Hilfe einer ausgefeilten Lasertechnik will er Tumormarker für Brustkrebs schon bei kleinsten Mengen im Blut nachweisen. Damit wäre es möglich, einen Brustkrebs bereits zu diagnostizieren, bevor die Mammographie Veränderungen im Brustgewebe erkennen lässt. Die Heilungschancen würden dadurch um ein Vielfaches gesteigert. Dr. Sauer hat für diese Entwicklung den BioFuture-Preis des Bundesforschungsministeriums gewonnen und wird nun mit drei Millionen Mark für weitere Forschungen gefördert.

Neu: Das Schmerztelefon des DKFZ

Eine erste Adresse in Sachen Krebs und Krebsforschung ist das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ). Dort wurde in diesen Tagen ein neuer Dienst für die Krebspatienten eingerichtet: das Schmerztelefon. Mehrmals in der Woche können Patienten, Angehörige und Ärzte sich über die neuesten Erkenntnisse zur Bekämpfung von Krebsschmerzen informieren lassen. Mit dem neuen Dienst will das DKFZ dazu beitragen, den Patienten die Angst vor dem Schmerz, aber auch vor den wirkungsvollen morphinhaltigen Mitteln zu nehmen.

Homo heidelbergensis: mit dem Speer ein Profi

In die Frühzeit der Weltgeschichte entführt ein Projekt von Archäologen und Sportwissenschaftlern der Universität Heidelberg. Bei Ausgrabungen wurden Speere gefunden, die die Urmenschen zur Jagd verwendet hatten. In Mauer bei Heidelberg konnten Forscher unter Leitung von Prof. Hermann Rieder, dem ehemaligen Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft, mit Nachbauten die Funktionstüchtigkeit der damaligen Speere demonstrieren. In Mauer wurde der berühmte Unterkiefer des Homo heidelbergensis gefunden, der mindestens 400 000 Jahre alt ist und immer noch als das älteste Zeugnis für den Urmenschen gilt.

Kernbohrungen brachten einen reichen Schatz an Erkenntnissen über die Entstehung früherer Binnenseen

Um ein ganz anderes Projekt geht es in dem Beitrag der Universität Mannheim. Das Geologenteam um Professor Peter Rothe erforscht die Bedingungen in der Grube Sieblos in der Rhön, nahe bei Fulda. Die Grube Sieblos, ehemals ein Bergwerk, in dem zunächst nach Porzellan-erde, später nach Ölschiefer für Lampen geschürft wurde, erweist sich auch für die Wissenschaftler als wahre Fundgrube. Für Professor Peter Rothe hat Sieblos eine ähnliche Bedeutung wie die inzwischen weltberühmte Grube Messel mit ihren vielen Fossilienfunden. Zwar kann Sieblos nicht mit ähnlich bemerkenswerten Fossilien aufwarten wie die Grube Messel, dafür brachten aber Kernbohrungen einen reichen Schatz an Erkenntnissen über die Entstehung früherer Binnenseen, über die Versalzung und die Bedingungen von Klimaveränderungen.

Mit dabei in der Sendung ist wie immer das Team "anderthalb", dieses Mal wieder aus Heidelberg mit Professor Karlheinz Meier und seinem Team aus dem Kirchhoff-Institut für Physik der Universität. Dazu gibt es die Nachrichten aus den Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG, präsentiert in Campus-TV den MVV-Report. Aktuelles und Informatives aus dem Leben des Energiekonzerns, der als erstes Versorgungsunternehmen in Deutschland zeigen will, dass die Steckdose nicht nur Strom liefert, sondern über den Hausanschluss auch Telefon oder Internet-Dienste zu empfangen sind.

Durch die Sendung führt Campus-TV-Redakteur Joachim Kaiser. Die Sponsoren von Campus-TV sind neben der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung die BASF und Knoll AG sowie Fuchs-Petrolub. Campus-TV wird getragen von den Universitäten Heidelberg und Mannheim sowie der Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung, gesendet wird im Programm RNF-PLUS des Rhein-Neckar-Fernsehens. Der Empfang ist über den terrestrischen Sender K 58 Ludwigshafen und im Kabel über Sonderkanal 20 möglich.

Wiederholungen der Erstausstrahlung an den anschließenden Wochentagen:

Mittwoch, 22.3. 23.30 Uhr

Donnerstag, 23.3. 19.30 Uhr
Freitag, 24.3. 20.30 Uhr
Samstag, 25.3. 16.00 Uhr
Sonntag, 26.3. 18.00 Uhr

Mehr Informationen: RNF Videotext Seite 478

Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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