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Hygiene-Kongreß in Bonn zeigt neue Risiken auf

16.03.2000 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Am Mittwoch, dem 29. März 2000 eröffnet der Bonner Hygiene-Experte Prof. Dr. med. Martin Exner um 18.30 Uhr den 8. Kongreß der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Die Schwerpunktthemen des diesjährigen Kongresses sind: Wasserhygiene, Hygiene in öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie Hygiene in Krisensituationen. Gegen 19.30 Uhr gibt Prof. Dr. Dr. Alfons Labisch, Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Düsseldorf, in einem öffentlichen Abendvortrag einen Überblick zum Thema: "Gesundheit, Hygiene, Gesellschaft - Ergebnisse der Vergangenheit, Aufgaben für die Zukunft". Während der anschließenden Fachtagung am Donnerstag und Freitag, dem 30. und 31. März, ist die begleitende Industrieausstellung im Foyer der Römerstraße 164 (ehem. Päd. Fakultät) ebenfalls für interessierte Bürgerinnen und Bürger frei zugänglich. Hier warten Informationen rund um die Themen: Impfung, Desinfektion, Sanitätsdienst der Bundeswehr oder auch neue Initiativen der Stadt Bonn in den Bereichen Tropenmedizin sowie Hygiene im Haus, in Kindertagesstätten und Schulen auf die Besucher.

Überschwemmungen, Kriege und Flüchtlingskatastrophen sind aus fernen Ländern mittlerweile direkt bis vor unsere Haustür gerückt. Soldaten, Ärzte und Hilfsorganisationen aus Deutschland und Europa stehen vor völlig neuen Aufgaben. Einerseits sind sie vor Ort, um zu helfen, andererseits sollten sie selbst ausreichend geimpft und - in puncto Hygiene - entsprechend geschult sein, um das eigene Leben nicht in Gefahr zu bringen und das Leben der betroffenen Bevölkerung durch Aufrechterhaltung hygienisch gesicherter Verhältnisse zu schützen. Auch im Gesundheitssektor kommen neue Aufgaben auf unsere Gesellschaft zu. Ambulante Operationen oder die häusliche Pflege erfordern ein fundiertes Grundlagenwissen über hygienische Maßnahmen am Krankenbett.

Ein weiteres aktuelles Thema ist die Trinkwasserversorgung z.B. in ländlichen Gebieten oder die Regenwassernutzung im Haushalt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse - insbesondere zu wasserübertragenen Krankheitserregern oder Schadstoffen - erfordern neue Konzepte zur Sicherung der Wasserversorgung, wenn die Herausforderungen dieses Jahrhunderts weltweit gemeistert werden sollen.

Um all diese Themen ausführlich zu diskutieren, treffen sich 180 Wissenschaftler aus ganz Europa zum 8. Kongreß der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin in Bonn. Unter dem Motto "Wachsende Herausforderungen zur Sicherheit der Weltgesundheit im 21. Jahrhundert" werden Themen aus allen wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Sprache kommen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger der Region sind herzlich zum öffentlichen Abendvortrag und zur begleitenden Ausstellung eingeladen. Eine Teilnahme an den einzelnen Fachbeiträgen ist für Journalisten frei. Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich des Gesundheitswesens steht der Kongreß gegen eine Gebühr ebenfalls offen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Kirsten Oltmanns: Tel.: (0228) 287 4887, Fax: (0228) 287 4885, e-mail: Kirsten-Oltmanns@uni-bonn.de
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