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"Mister Forschung" im Amt bestätigt

20.03.2000 - (idw) Fachhochschule Ravensburg-Weingarten

Man könnte ihn den "Mister Forschung" der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten nennen: Professor Dr. Franz Brümmer, wieder gewählter Leiter des Instituts für angewandte Forschung (IAF). Bereits das dritte Mal nimmt der Ravensburger dieses Amt wahr, und ist dabei noch kein bißchen müde. Bei ihm laufen die Fäden in punkto Forschung zusammen, er koordiniert die wissenschaftlichen Aktivitäten der Hochschule.

Vom Institut profitieren nicht nur Professoren oder die Industrie, sondern ebenso Studierende. "Es ist wichtig, daß unsere Studenten in den Projekten Erfahrungen sammeln," betont Brümmer, "Veröffentlichungen oder Bücher können nie die selbsterarbeiteten Konzepte und Lösungen ersetzen." Auch sei das Studium durch aktive Forschung interessanter und abwechslungsreicher, zumal junge Leute verschiedener Studienrichtungen in einem Team gemeinsam arbeiteten.

Da die Forschung nicht mit dem Budget der Fachhochschule bestritten werden kann, sind sogenannte Drittmittel nötig. Diese fließen vom Land oder Bund, von der Europäischen Union oder der Industrie. Eine wichtige Rolle spielt die Präsentation von Forschungsergebnissen im In- und Ausland. Sei es auf der InterTech, der CeBit oder bei anderen Messen, das IAF ist mit dabei.

Seit seiner Gründung im Jahr 1987 pflegt das Institut für Angewandte Forschung zahlreiche Kontakte zu Partnern aus der Wirtschaft, der Verwaltung und den Verbänden. Vorhaben verschiedenster Art wurden während der mittlerweile fast fünfjährigen Amtszeit Professor Brümmers realisiert. Von industrieller Seite gefördert, ragt ein Projekt mit dem Namen "Airport Control System" heraus, das Navigationseinrichtungen und Befeuerungsanlagen steuert und überwacht. ACS garantiert, dass Flugzeuge auch bei schlechten Sichtverhältnissen durch kontinuierlich überwachte Beleuchtung der Landeplätze sicher ankommen. Es bewährte sich bereits auf den Flughäfen von Augsburg, Kassel sowie Paderborn und wurde mit dem Förderpreis des Landesverbandes der baden-württembergischen Industrie und der Industrie- und Handelskammer ausgezeichnet.

In einem anderen Projekt wurde erforscht, wie Rollstühle mit Hilfe von Computern sicherer werden. Das System soll Hindernisse erkennen und reagieren können, wenn ein Fahrer zum Beispiel aufgrund seiner Blindheit dazu nicht in der Lage ist. "In allen Bereichen des Instituts gibt es momentan spannende Vorhaben", weiß Franz Brümmer. So untersuchen Weingartener Wissenschaftler, wie schnell sich Radiocäsium, das sich als Folge des atomaren Unfalls in Tschernobyl auf der ganzen Welt verbreitete, im Boden und Wasser abbaut. Die Erkenntnisse, die sie in der Region Bodensee-Oberschwaben gewonnen haben, nutzen sie, um ihre russischen und weißrussischen Kollegen bei der Bewältigung von radioaktiven Umweltschäden zu unterstützen.

Für Brümmer zeigen die genannten Beispiele, wie die Forschung made in Weingarten hilft, ganz konkrete Probleme zu lösen. Untrennbar verknüpft sind diese Erfolge mit dem Institut für Angewandte Forschung. Denn, so IAF-Leiter Brümmer: "Nicht einer allein, sondern das Team ist stark."
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