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Emeritierung eines führenden Psychiaters

20.03.2000 - (idw) Universitätsklinikum Benjamin Franklin

Tagung: "Perspektiven der Psychiatrie"
zu Ehren von Prof. Dr.med. Hanfried Helmchen
Mediendienst Nr. 70 vom 20.3.00- mit Termin

Prof. Dr.med. Hanfried HELMCHEN, international renommierter Psychiater und Wissenschaftler, geht in den Ruhestand. Nach fast 30 Jahren Leitung der Psychiatrischen Klinik am Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) verlässt er die Freie Universität.
Helmchen ist einer der wenigen Berliner Wissenschaftler, die nach Albert Einstein zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher "Leopoldina" (Halle) berufen wurden. Er war in führenden Positionen Mitglied zahlreicher internationaler und deutscher medizinisch-wissenschaftlicher Gesellschaften, ist Berater der Weltgesundheitsorganisation und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Der am 12. Juni 1933 in Berlin geborene Hanfried Helmchen studierte Medizin in Berlin und Heidelberg, legte seine Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg ab und kam 1965 als Oberarzt an die Psychiatrische Klinik der FU, wo er 1967 habilitierte. Trotz mehrfacher Rufe an andere Universitäten entschied er sich zu Beginn der 70er Jahre, das Amt des Direktors der Psychiatrischen Klinik der Freien Universität anzunehmen. Prof. Helmchen hat nicht nur in führenden internationalen Fachzeitschriften publiziert, sondern auch wichtige Bücher und Buchreihen herausgegeben.
Wer den Arzt und Forscher Hanfried Helmchen persönlich kennen gelernt hat, weiß, dass er sich immer weit über seine "Pflicht" hinaus für seine Patienten und für eine rational begründete und humane Weiterentwicklung der Psychiatrie in Deutschland eingesetzt hat. Ein wesentliches Anliegen war und ist ihm die Erarbeitung und Einhaltung ethischer Grundsätze nicht nur in seinem eigentlichen Fach, sondern in der Medizin überhaupt. Prof. Helmchen leitete die Ethikkommission des damals zur FU gehörenden Virchowklinikums und ist Mitglied der Akademie für Ethik in der Medizin, des Zentralen Ethikkommitees der Bundesärztekammer sowie des Ethikkommitees des Weltverbandes für Psychiatrie.
Die wichtigsten Arbeitsgebiete von Prof. Helmchen reichen von der Epilepsie über Depressionen bis hin zu psychischen Störungen im Alter und Demenzerkrankungen. Er war maßgeblich an der "Berliner Altersstudie" beteiligt, deren Erkenntnisse über Leben, Gesundheit und Krankheit bundesweite Gültigkeit haben.

Anlässlich der Emeritierung finden zu Ehren von Professor Dr. H. Helmchen eine Akademische Feierstunde sowie ein wissenschaftliches Symposium mit sowohl medizinisch-wissenschaftlichen als auch gesundheitspolitischen Themen und führenden Referenten statt:
Perspektiven der Psychiatrie
31. März 2000, 9.30 - 17.00 Uhr (anschl. Feierstunde) Psychiatrische Klinik der FU, Eschenallee 3, 14050 Berlin Ansprechpartner:
Prof. Dr. Lutz G. Schmidt komm. Direktor Psychiatrische Klinik (Anschrift s.o.)
Tel.: (030) 8445-8660; Fax: -8726, E-Mail: lschmidt@zedat.fu-berlin.de
Pressekontakt: MWM-Vermittlung
Kirchweg 3 B, 14129 Berlin
Tel.: (030) 803 96 86; Fax: 803 96 87
e-mail: ukbf@mwm-vermittlung.de
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