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Vertragsunterzeichnung: Fachhochschule Jena und Landeskirche Thüringen kooperieren

20.03.2000 - (idw) Fachhochschule Jena

Die Fachhochschule Jena und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thü-ringen (ELKTh) haben heute eine Rahmenvereinbarung über eine Zusam-menarbeit zu betriebswirtschaftlichen Problemen und Fragestellungen un-terzeichnet.
"Mit diesem Vertrag werden bereits bestehende Kontakte auf eine solide Grundlage gestellt", sagte der Rektor der Fachhochschule Jena, Professor Dr. Werner Bornkessel, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Ei-senach. Dennoch stellt dieser Vertrag für beide Seiten ein Novum und so-mit eine große Herausforderung dar.
"Wir müssen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten prüfen, wie wir unsere Struktur wirtschaftlich effektiver gestalten", umriss der Landes-bischof Roland Hoffmann das Ziel der Zusammenarbeit mit der Fachhoch-schule. Er hoffe auf den nüchternen Blick und die Fachkenntnisse der Fachhochschule - auf die "qualifizierte Außensicht", die man dank der Rahmenvereinbarung in Anspruch nehmen könne.
Jetzt ist es an der Landeskirche, möglichst konkrete und abrechenbare Aufgabenstellungen zu formulieren. Die Fachhochschule Jena wartet auf entsprechende Signale, wie die Prodekanin des Fachbereiches Sozialwe-sen, Frau Professor Dr. Birgit Bütow, im Gespräch mit dem Landesbischof betonte.
Im Fachbereich Sozialwesen laufen bereits zahlreiche Forschungsarbeiten mit dem Schwerpunkt "Evaluierung und Beratung" bzw. "Qualitätssiche-rung in Projekten des Non-Profit-Bereiches". Darunter finden sich solche Aufgaben wie die Beratung und Begleitung von Reha-Werkstätten für gei-stig behinderte Menschen unter dem Aspekt von Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement auch von kirchlich getragenen Einrichtungen.
Studierende des Fachbereiches Sozialwesen leisten freiwillige Sozialarbeit in Einrichtungen kirchlicher Trägerschaft oder arbeiten hier während ihres Praktikum-Semesters.
Prof. Dr. Helmut Assfalg, Dekan des Fachbereiches Betriebswirtschaft der Fachhochschule Jena, kann sich ebenfalls vielfältige Forschungs- und An-wendungsarbeiten auf dem Gebiet des Managements der Non-Profit-Organisation "Kirche" vorstellen. Er ist gespannt, wie viele betriebswirt-schaftliche Elemente in diesem sehr sensiblen Bereich in der Praxis ange-wendet werden können.
Erste Schritte in der Zusammenarbeit wurden auch hier schon vor der Vertragsunterzeichnung gemacht: Ein Student beschäftigt sich in seiner Diplomarbeit mit betriebswirtschafltichen Fragestellungen in Sozialstatio-nen kirchlicher Träger.
Aber auch die Fachhochschule profitiert von der Vereinbarung, die für Leh-rende und Lernende ein breites Erfahrungsfeld in der Führung von Non-Profit-Organisationen öffnet.
Letzlich geht es aber auch um "die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Belange von Menschen, die unserer Hilfe bedürfen", wie der Rektor der Fachhochschule Jena abschließend betonte.

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