Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 13. November 2019 

Feierliche Verabschiedung von Informatikprofessor Günter Hotz

21.03.2000 - (idw) Universität des Saarlandes

Wissenschaftliches Kolloqium am Freitag, dem 31. März 2000, ab 15.15 Uhr im Max-Planck-Institut (Campus Saarbrücken, Gebäude 46)

Die Universität des Saarlandes und der Fachbereich Informatik veranstalten anlässlich der Emeritierung von Professor Dr. Dr. h.c. mult. Günter Hotz am 31. März 2000 ein Festkolloqium, an dem auch Wissenschaftsminister Jürgen Schreier teilnimmt. Die Landesregierung, Universität und Fachbereich ehren damit einen international hoch angesehenen Wissenschaftler, der dem Saarland und seiner Universität trotz zahlreicher ehrenvoller Rufe über 3 Jahrzehnte die Treue gehalten hat.
Die Laudatio hält sein ehemaliger Schüler Professor Dr. Volker Claus von der Universität Stuttgart. Weitere Redner sind Professor Dr. Wolfgang Stucky, Altpräsident der Gesellschaft für Informatik, und Professor Dr. Joachim Hertel, Geschäftsführer der SAP Retail Solutions St. Ingbert. Den Abschluss bildet der Vortrag von Professor Hotz. Auch die Vertreter der Medien sind zu der Festveranstaltung herzlich eingeladen.

Professor Hotz war maßgeblich an der Entwicklung der Informatik in Deutschland beteiligt und gab damit auch international zahlreiche Impulse: u.a. als Gründungspräsident der Gesellschaft für Informatik (1969), als Mitglied im Wissenschaftsrat (1987-89) und als Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

"Saarland - Informatikland" - das ist ohne die Arbeiten von Professor Hotz undenkbar. In der Würdigung von Universitätspräsident Professor Günther Hönn heißt es: "Professor Hotz, einer der Väter der Informatik in Deutschland und Begründer dieses Fachs an der Universität des Saarlandes, hat entscheidende Voraussetzungen für die Ansiedlung des Max-Planck-Institutes (MPI), des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und des Internationalen Begegnungszentrums für Informatik (IBFI) Schloss Dagstuhl geschaffen, damit das Saarland zum Informatikland gemacht und der Universität des Saarlandes zu einem weltweit anerkannten Center of Excellence verholfen."

Als Forscher hat Professor Hotz wesentlich dazu beigetragen, den Einsatz mathematischer Methoden beim Entwurf von Schaltkreisen und in der Sprachanalyse voranzubringen. Aufgrund seiner herausragenden Arbeiten wurden an der Universität des Saarlandes von der DFG zwei Sonderforschungsbereiche eingerichtet. Als Lehrer betreute Professor Hotz mehr als 40 Promotionen und mehr als 25 seiner wissenschaftlichen Assistenten am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik und Informatik konnten sich habilitieren. Die Zahl seiner wissenschaftlichen "Kinder" und "Enkel" geht in die Hunderte. Ehemalige Diplomanden, Mitarbeiter und Doktoranden sind Inhaber von Lehrstühlen für Informatik im In- und Ausland, sind in leitender Stellung in Großkonzernen tätig oder haben sich mit Softwarefirmen im Saarland selbständig gemacht; ein Beispiel ist die SAP Retail Solutions, St. Ingbert.

Für seine Verdienste um die Informatik ist Professor Hotz, der auch Autor mehrerer Standardwerke zur Informatik ist, mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrt worden: 1986 erhielt er als erster Informatiker den Leibnizpreis der DFG und 1999 das Große Bundesverdienstkreuz. Die Gesellschaft für Informatik e.V. dankte ihm im Dezember vergangenen Jahres für sein langjähriges Engagement mit der Konrad-Zuse-Medaille. Professor Hotz ist Ehrendoktor der Universität Frankfurt (1993), der Technischen Hochschule Darmstadt (1993) und der Universität Tiflis in Georgien (1994) sowie Ehrenprofessor der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (1996) und der Pekinguniversität (1999).

uniprotokolle > Nachrichten > Feierliche Verabschiedung von Informatikprofessor Günter Hotz

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/57360/">Feierliche Verabschiedung von Informatikprofessor Günter Hotz </a>