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Wissenschaftsminister zum Informatikerbedarf

22.03.2000 - (idw) Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Hochschulen werden den Anforderungen gerecht


"Die Hochschulen sind keine Durchlauferhitzer, die auf Knopfdruck der Wirtschaft funktionieren. Sie nehmen ihre Ausbildungsaufgaben in voller Verantwortung gegenüber den jungen Leuten und der Gesellschaft wahr," mit diesen Worten kritisierte der Sächsische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Hans Joachim Meyer die Behauptungen über Versäumnisse der Hochschulen in der Informatikerausbildung. "Es ist noch gar nicht lange her, da wurden wir vor zuviel Studienplätzen in Informatik gewarnt. Wir haben uns nicht beeindrucken lassen und an einem quantitativ wie qualitativ überdurchschnittlichen Studienangebot an den sächsischen Hochschulen festgehalten."

Aus Anlass der Amtseinführung der neuen Rektoren an den Fachhochschulen in Zittau und Zwickau forderte der Wissenschaftsminister die sächsischen Hochschulen auf, sich nicht durch aufgebauschte Sensationsmeldungen beeindrucken zu lassen, sondern die Fakten nüchtern zu analysieren. Seit Jahren werben die sächsischen Hochschulen, das Wissenschaftsministerium und der Ministerpräsident persönlich bei den Studienbewerbern für technische Studiengänge. Das hat zu einer größeren Nachfrage geführt. Auch in der Informatik sei jedoch der Bewerberandrang nicht so groß, dass die Hochschulen nicht damit fertig würden: Von 1.195 möglichen Studienanfängerplätzen sind zum Wintersemester 1999/2000 1.039 mit Studienanfängern belegt worden. Mit örtlichen Zulassungsbeschränkungen wird die Nachfrage gesteuert und für eine möglichst gleichmäßige Auslastung der Kapazitäten gesorgt.

"Die wechselseitigen Beziehungen von Wissenschaft und Wirtschaft sind eine wesentliche Stütze für die ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung. Der technische Fortschritt erfordert eine ständige Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildungsinhalte, um Qualifikations- und Bedarfsstrukturen einander anzunähern. Von der Wirtschaft werden dafür rechtzeitige und zuverlässige Signale erwartet."

Gerade die Fachhochschulen seien nach den Worten des Wissenschaftsministers in der Lage, flexibel auf sich verändernde Anforderungsprofile zu reagieren." Dies ist eine ihrer Stärken. Wer anderes behauptet, verkennt die Entwicklung der Fachhochschulen in den letzten Jahren."
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