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Hochschule Anhalt auf der ANUGA FOOD TEC in Köln

13.04.2000 - (idw) Hochschule Anhalt (FH)

Hochschule Anhalt (FH), Postfach 1458, 06354 Köthen

Pressemitteilung
Nr. 34, 2000


Bernburg
Dessau
Köthen
Hochschule Anhalt (FH)
Hochschule für angewandte Wissenschaften
Pressestelle


Mit Elektronischen Nasen der Ranzidität von nativen Ölen auf der Spur - dieses und weitere interessante Exponate der Hochschule Anhalt auf der ANUGA FOOD Tec in Köln

Im Turnus von drei Jahren findet in Köln die ANUGA FOOD Tec, die Internationale Fachmesse für Lebensmittel-Technologie statt. Im Zentrum für Wissenschaft und Forschung dieser Messe stellen Wissenschaftler der Hochschule Anhalt (FH) ihre neuesten Forschungsergebnisse vor. In der heutigen Zeit ist die Lebensmittelindustrie stärker denn je gefordert, einwandfreie und qualitativ hochwertige Produkte auf den Markt zu bringen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine umfassende Qualitätssicherung zu gewährleisten.. Aus dem Bernburger Fachbereich Landwirtschaft/ Ökotrophologie/Landespflege werden zwei Exponate präsentiert: Unter der Leitung von Frau Prof. Hanrieder wurden von einer Arbeitsgruppe Untersuchungen zur "Ranzidität von Olivenölen" durchgeführt. Unverzichtbarer Bestandteil dazu notwendiger Qualitätskontrollen sind bei hochwertigen nativen Olivenölen sensorische Analysen, d. h. Kontrollen der Ölproben durch Prüfpersonen mit geschulten Sinnen. Da sich aber gerade natives Olivenöl durch einen sehr intensiven Eigengeschmack und -geruch auszeichnet, fällt selbst diesen Prüfpersonen das Erkennen leichter Fehlnoten mitunter schwer. Eine Alternative sind die "Elektronischen Nasen", die Kombinationen mehrerer, unterschiedlich selektiver Gassensoren in einer Sensorzeile darstellen. An der Hochschule Anhalt laufen dazu Forschungsarbeiten, die finanziell unterstützt werden durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto-von-Guericke e.V.

Mit dem Projekt "Extensive Tierhaltung, Schlachtkörperverwertung und Produktentwicklung von Schafen, Ziegen und Damwild" wird ein weiteres Thema vorgestellt, das unter der Leitung von Prof. Dr. W. Schnäckel in Zusammenarbeit mit dem Professor Hellriegel Institut, einem Aninstitut der Fachhochschule Anhalt in Bernburg bearbeitet wird. Ziel der Arbeiten ist es, einen Beitrag zur Stärkung der heimischen Tierproduktion bzw. zur Her-stellung und Vermarktung von sicheren und gesunden alternativen Fleischprodukten zu leisten. Die Entwicklung und Vermarktung von Fleischprodukten, vor allem Rohwürsten und Schinkenerzeugnissen aus Altschafen, Altziegen und Damwild mit einem Alter über 15 Monaten mit definierter Herkunft (Sachsen-Anhalt) ist von grossem praktischen Interesse. Die Arbeiten sind soweit fortgeschritten, dass bereits eine Verfahrensführung von der Produktentwicklung bis zur kleintechnischen Reife erprobt worden ist. Gefördert wurden diese Arbeiten durch das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.

Aus der gemeinsamen Arbeit des Köthener Fachbereiches Lebensmitteltechnologie/Biotechnologie/ Verfahrens- und Umwelttechnik und dem Institut für Lebensmittel-Technik und Qualitätssicherung e.V., Köthen (ILTQ)resultieren mehrere Exponate, die für die Qualitätsüberwachung und Prozeßführung in der Lebensmit-telindustrie bedeutungsvoll sind.So wird von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. J. Wilke ein neues Verfahren zur Viskositätsmessung von Lebensmittelflüssigkeiten auf der Basis von Oberflächenwellen-Sensoren vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Festkörpertechnologie in München bereits für verschiedene Applikationen in der Lebensmittelbranche getestet wurde. Auf der ANUGA FOODTEC wird z.B. die schnelle und unkomplizierte Messung der Viskosität von Speiseölen, als wichtiger Qualitätsparameter, demonstriert. Die gleiche Arbeitsgruppe zeigt aus dem Forschungsschwerpunkt "Nahinfrarot-Spektroskopie", der vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefördert wird, ein Anwendungsbeispiel zur Ethanol- und Eige-haltsbestimmung in Eierlikör. Das Meßverfahren basiert auf einem von der Carl Zeiss Jena GmbH gefertigten NIR- Gerätesystems. In enger Kooperation mit diesem Unternehmen wird das ILTQ perspektivisch neuespektro-skopische Qualitätsmeßverfahren für die Lebensmitteltechnologie entwickeln.

Wer mehr zu den auf der ANUGA Food Tec vorgestellten Exponaten wissen möchte, besucht uns in der Zeit vom 11. - 15. 04. 2000 auf dem Messestand in Halle 12.1, Stand D019 oder im Internet unter http://www.ttz.uni-magdeburg.de/messe-db/

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