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Neues Graduiertenkolleg für die Mathematik

14.04.2000 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

14. April 2000
Neues Graduiertenkolleg an
der Universität Münster bewilligt

Rund 1,5 Millionen Mark von der DFG für Doktorandenförderung in der Mathematik


Münster (upm/rei) Die Universität Münster gehört mittlerweile zu den bundesweit führenden Ausbildungsstätten für den wissenschaftlichen Nachwuchses in der Mathematik. In hohem Maße gestärkt wird diese Position durch die soeben von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Einrichtung eines neuen Graduiertenkollegs am Fachbereich Mathematik und Informatik. Sprecher dieser renommierten Einrichtung zur Doktorandenförderung, die von der DFG für den Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt fast anderthalb Millionen Mark gefördert wird, ist Prof. Dr. Wolfgang Lück, Direktor am Mathematischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität.

In dem neuen Graduiertenkolleg, das zum 1. Oktober dieses Jahres seine Arbeit aufnimmt, werden sich etwa 15 bis 20 Doktoranden mit Fragen der "Analytischen Topologie und Metageometrie" auseinandersetzen. Wie Prof. Lück erläutert, geht es dabei um die Beziehung der Geometrie zur Analysis und Topologie. Dabei werden geoemetrische Gebilde mit analytischen, topologischen und algebraischen Mitteln untersucht. Die Absolventen des Graduiertenkollegs erwarten nach Einschätzung Lücks später gute Aussichten für eine wissenschaftliche Karriere. Ohnehin seien die Berufsaussichten für Mathematiker zur Zeit ausgesprochen gut.

Graduiertenkollges gelten neben Sonderforschungsbereichen als wichtiger Gradmesser für das wissenschaftliche Profil einer Universität. Neben sieben Sonderforschungsbereichen verfügt die Universität Münster gegenwärtig einschließlich des jetzt bewilligten über ebenfalls sieben Graduiertenkollegs. Davon sind jetzt allein zwei am Fachbereich Mathematik und Informatik angesiedelt, die anderen fünf in der Mittelalterforschung, der Physik, der Chemie, Biochemie und in den Geowissenschaften.

Neben dem Graduiertenkolleg in Münster richtet die DFG zum 1. Oktober 2000 bundesweit 13 weitere neue Graduiertenkollegs ein. Seit 1990 fördert die DFG in Graduiertenkollegs die Zusammenarbeit von besonders qualifizierten Doktoranden aller wissenschaftlicher Disziplinen. Betreut von Professoren, die in Forschung und Lehre besonders ausgewiesenen sind, arbeiten jeweils 15 bis 20 Doktoranden in koordinierten und meist interdisziplinär angelegten Forschungsprogrammen. Etwa zehn Prozent aller Doktoranden in Deutschland promovieren nach Angaben der DFG gegenwärtig in Graduiertenkollegs. Bei ihrem Abschluss sind sie in der Regel umfassender qualifiziert und durchschnittlich zwei Jahre jünger als ihre Studienkollegen.
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